In skurriler ProSieben-Show erzählt Sasha, wie Udo Jürgens ihm einen ganz besonderen Moment ruinierte
Autor: Franziska Wenzlick
, Freitag, 24. April 2026
Elvis lebt! Zumindest bei ProSieben. Ob es wirklich nötig ist, deutsche Popstars wie die No Angels und Sasha mit KI-Doubles verstorbener Musikgrößen auftreten zu lassen, bleibt jedoch auch nach Ausstrahlung der ersten "Staying Alive"-Ausgabe fraglich.
"Was heute Abend passiert, haben Sie so noch nie gesehen", heißt es zu Beginn der ProSieben-Show "Staying Alive". Mit Superlativen wird in dem neuen Format ohnehin nicht gegeizt: Es sei nicht weniger als "die spektakulärste Musikshow Deutschlands", behauptet Moderator Thore Schölermann, man werde "Musikträume wahr" werden lassen und könne "Gänsehaut pur" versprechen. Für die anwesenden - lebenden - Musiker sei die Sendung "wie Weihnachten und Ostern zusammen", glaubt Schölermann gar.
Weihnachtsmann und Osterhase, so zeigt sich im Laufe der Sendung, scheinen die Vorzüge Künstlicher Intelligenz für sich entdeckt zu haben. So dürfen die No Angels, Samu Haber, Sasha und Álvaro Soler gemeinsam mit Doubles von Elvis Presley und Whitney Houston auftreten, deren seelenlos dreinblickenden KI-Gesichter wohl nachträglich auf die anwesenden Stellvertreter gebastelt wurden. Wie genau es zur Pseudo-Auferstehung der Musiklegenden kam, bleibt ungewiss - mehr als einen Hinweis auf den Einsatz "modernster Technik" bleibt man dem Publikum schuldig.
Die realen Promi-Gäste scheint das skurrile Konzept nicht zu stören. Im Gegenteil. "Vielen Dank, dass du für uns da bist", haucht etwa Lucy Diakovska unter Tränen, als sie neben dem KI-Gespenst von Whitney Houston steht. Auch Moderator Schölermann verzieht keine Miene, als er "Elvis" für seinen Hüftschwung lobt oder ihn fragt, ob er noch Lampenfieber habe. Die Antwort des Möchtegern-Kings? "If you think I'm nervous - you're right!"
Sasha wies die echte Whitney Houston auf Lippenstift-Panne hin
Immerhin Sasha hat etwas über einen echten Star zu erzählen. Er habe Whitney Houston auch schon zu Lebzeiten getroffen. Bevor er gemeinsam mit der Fake-Whitney "I Wanna Dance With Somebody" singt, berichtet er von der Begegnung mit der realen Musikikone. So sei diese bei einer Bambi-Verleihung aufgetreten, bei der auch der Sänger zu Beginn seiner Karriere zu Gast war. "Und ich habe mir geschworen: Das wird mein Moment mit Whitney Houston."
So habe er den Moment nutzen wollen, bei dem sich am Ende der Veranstaltung alle Preisträger und Laudatoren auf der Bühne versammeln, um ein gemeinsames Foto zu machen. "Bevor Kai Pflaume überhaupt sagen konnte: 'Jetzt bitte alle auf die Bühne', stand ich schon neben ihr", erinnert sich der 54-Jährige. "Dann habe ich gesehen, dass sie sich mit dem Mikro Lippenstift auf die Zähne geschmiert hat." Er sei "so ein bisschen hin- und hergerissen" gewesen, erklärt Sasha: "Du musst es ihr sagen - aber wie kannst du Whitney Houston sagen, sie hat verschmierte Lippenstiftzähne?"
Letztlich habe er sich dazu entschlossen, sein Gegenüber auf die Make-up-Panne hinzuweisen. "Dann hat sie mich so in den Arm genommen, sich eingehakt und gesagt: 'Come on, let's take some pictures!'" Direkt neben Whitney Houston habe es Sasha auf dem Schnappschuss dennoch nicht geschafft - weil sich Udo Jürgens höchstpersönlich dazwischen gedrängt habe. "Heute wird kein Udo Jürgens dieser Welt zwischen euch stehen", verspricht Thore Schölermann dem Musiker nun und knipst ein Foto von ihm und seiner Duettpartnerin - wer auch immer die Frau sein mag, die neben Sasha im Studio steht.
Zuschauerin gesteht: "Ich habe mich in Sasha verliebt"
Es ist nicht der einzige Erfolg, den der "If You Believe"-Sänger in der Sendung verbucht. So gelingt es ihm mit seinem "Elvis"-Duett, seinem Konkurrenten Samu Haber einen Fan abzuluchsen. "Was ist passiert?", fragt Thore Schölermann eine Frau namens Sybille, die eigentlich als Teil des Samu-Fanclubs angereist ist. Unter Raunen des Publikums gesteht sie: "Ich habe mich in Sasha verliebt."