Druckartikel: In Lanz-Debatte um VW in China warnt SPD-Mann vor "fatalem" Fehler: "Dann schrumpfen wir halt"

In Lanz-Debatte um VW in China warnt SPD-Mann vor "fatalem" Fehler: "Dann schrumpfen wir halt"


Autor: Teleschau  

, Mittwoch, 20. Mai 2026

Bei "Markus Lanz" wurde der VW-Erfolg in China zur Grundsatzdebatte über Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit. SPD-Politiker Olaf Lies warnte dabei eindringlich davor, dem internationalen Druck tatenlos zuzusehen.


Bei "Markus Lanz" bezog SPD-Politiker Olaf Lies Stellung zum jüngsten Erfolg des deutschen Automobilherstellers Volkswagen in China. Der ZDF-Moderator wollte dazu unter anderem wissen: "Es ist ja schön, wenn VW Erfolg hat, aber die Frage, was Deutschland davon hat, interessiert uns dann auch."

Der niedersächsische Ministerpräsident erklärte daraufhin hoffnungsvoll: "Wir haben ja davon profitiert, dass wir so erfolgreich in China waren. (...) Das war ja auch ein Benefit für den Konzern selbst." Lies ergänzte: "Der Weg, den chinesischen Markt wieder zu erobern, der musste sein. (...) Und deswegen ist das natürlich ein Riesenerfolg, überhaupt mal wieder den Fuß in der Tür zu haben."

Gleichzeitig mahnte er: "Noch ist nicht bewiesen, dass wir uns endgültig durchsetzen, weil das ist nicht ohne." Nicht nur Lies, sondern auch China-Experte Jörg Wuttke erläuterte, wie der Erfolg in China am Ende auch dem deutschen Markt helfen könne: "Wir müssen gucken, wie wir diese nächsten fünf bis sechs Jahre hinbekommen, dass unsere Firmen in China (...) lernen, anders zu bauen, schneller zu bauen, risikoreicher zu bauen."

Journalistin Kerstin Münstermann reagierte wenig beeindruckt: "Ob Ihr Konzept tatsächlich dem deutschen Verbraucher und dem Wähler klarzumachen ist, habe ich Zweifel, weil der Arbeitsplatz ist weg." Olaf Lies hielt dagegen: "Das ist er eben nicht! (...) Aber aus Angst davor, dass ich es nicht vermitteln kann, eine Debatte nicht zu führen, wäre fatal."

Auch Lanz mahnte: "Aber der Arbeitsplatz ist weg." Lies wiederholte daraufhin energisch: "Nein, das ist er eben nicht! Wo soll denn produziert werden? In deutschen Werken natürlich!" Der Politiker wetterte weiter: "Ich glaube, wir machen einen Fehler, wenn wir dasitzen, zugucken und sagen: 'Dann schrumpfen wir halt, weil wir gegen den Wettbewerb, der kommt, nichts machen können'. Also müssen wir uns doch sozusagen auf die Welle mitbegeben und sagen: 'Wie können wir profitieren davon?'"

Sehen Sie die Lanz-Sendung in voller Länge jederzeit bei https://kurz.zdf.de/LANZ/

Quelle: teleschau – der mediendienst