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Idris Elba fährt jetzt U-Bahn: "Hijack" entdeckt Hipster und andere Originale im Berliner Untergrund


Autor: Teleschau  

, Dienstag, 13. Januar 2026

Zurückbleiben bitte: Die zweite Staffel der gefeierten Entführerserie "Hijack" (Apple TV) führt in den Berliner Untergrund.


Nachdem er in der hochgelobten ersten Staffel von "Hijack" dafür gesorgt hatte, dass eine Flugzeugentführung glimpflich ausging, verschlägt es Sam Nelson (Idris Elba) in der zweiten Staffel der Apple TV-Serie nach Berlin. Die acht Episoden erzählen ab 14. Januar in Echtzeit von der Entführung einer U-Bahn. Natürlich steht Sam Nelson ziemlich schnell im Mittelpunkt. Das ist ihm zwar nicht recht, aber er hat es kommen sehen.

Ein Thriller in den Tunneln zwischen Hauptbahnhof und dem Roten Rathaus? Da gibt es zunächst viel Berliner Winterflair. Es ist ungemütlich, die Menschen sind entweder hip oder mürrisch, und wer schon mal U-Bahn in der Hauptstadt gefahren ist, freut sich über einige Déjà-vus.

Verloren im Berliner U-Bahn-Netz

Dann nimmt die U5 Fahrt auf - allerdings in eine andere Richtung, als den Passagieren lieb ist. Der Zug wird entführt, und Sam Nelson bekommt wieder jede Menge zu tun: Der Mann weiß schließlich, wie man verhandelt. Aber nutzt ihm das was, wenn die Gemengelage so unübersichtlich ist, wie im Berliner U-Bahn-Netz?

Erzählerisch verläuft die Fahrt jedenfalls reibungslos: "Hijack" ist perfektes Entertainment mit vielen deutschen Stars (Albrecht Schuch, Lisa Vicari, Christiane Paul, Christian Berkel, Christian Näthe). Hinterfragen sollte man den Thriller zwar nicht unbedingt, aber genießen lässt er sich auf jeden Fall.

Die Spannung steigt, löst sich kurzzeitig wieder, steigt erneut. Alle Merkwürdigkeiten sind beabsichtigt und ergeben irgendwann im Laufe der Handlung Sinn. Neue Figuren kommen hinzu oder treten aus der Menge der verängstigten Passagiere hervor. Man wird immer wieder überrascht, wer da eigentlich so alles U-Bahn fährt und aus welchem Grund.

Auf der U5 ist dann doch eine Menge los

Auch über der Erde ist jede Menge los. In der Leitstelle soll Neuling Clara Berger (Lisa Vicari) nach ihrer ersten Nachtschicht noch eine Stunde dranhängen: Auf der U5 ist ja eh nie etwas los. Doch plötzlich ist sie für die Kommunikation mit dem Entführer zuständig, während die besonnene Polizeichefin Winter (Christiane Paul) und ihr schießwütiger Kollege (Christian Berkel) im Hintergrund versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Übrigens: In der originalen Sprachversion wirkt "Hijack" noch ein wenig authentischer. Die deutschen Schauspieler und Schauspielerinnen wurden nicht synchronisiert: Polizei, U-Bahn-Fahrer und Passagiere sprechen kein perfektes Englisch, müssen aber trotzdem mit Sam Nelson und den britischen Behörden kommunizieren. Das hat etwas sehr Berlinerisches.

Quelle: teleschau – der mediendienst