"Ich hab' keine Ahnung" - Horst Lichter rätselt bei "Bares für Rares" über mysteriöses Prunkschild
Autor: Natalie Cada
, Montag, 20. April 2026
Trotz der großen Geschichte ließ ein königliches Prunkschild die Händler von "Bares für Rares" kalt. Mehr als 80 Euro war nicht drin ...
In der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" sorgte ein rätselhaftes Prunkschild für große Augen: Horst Lichter wusste zunächst nicht, worum es sich handelte. Doch Colmar Schulte-Goltz sprach von einem "Familienschatz" mit Verbindung zu einem französischen König. Im Händlerraum blieb die Begeisterung verhalten.
"Wo habt ihr das Ding gefunden?", wunderte sich Lichter, der mit dem ungewöhnlichen Objekt von Chiara und Joachim aus Kassel und Fuldatal nichts anfangen konnte. Das Schild stammte zwar vom Schwiegervater des Verkäufers, doch der räumte offen ein: "Eigentlich haben wir gar keine Verwendung dafür." Was genau dahintersteckte, wusste nur der Experte.
Colmar Schulte-Goltz bezeichnete das Erbstück sogar als "Familienschatz". Der Grund: Es stehe in Verbindung mit einem französischen König. Das Prunkschild zeigte ein Motiv, dessen Original einst König Heinrich II. gehörte. Horst Lichter reagierte überrascht: "Das hier?" - und auch das Vater-Tochter-Duo verfolgte die Erklärung sichtlich angespannt.
Dann relativierte der Experte seine Aussage: Nicht das gezeigte Stück selbst, sondern lediglich die Vorlage gehörte König Heinrich II.. "Ach so", reagierte Lichter und scherzte, Chiara habe bereits nach Luft geschnappt, während er sich schon fragte, ob die Händler genug Geld dabei hätten. Doch es handelte sich lediglich um eine Kopie.
Vorlage von "Familienschatz" steht im Louvre
Das originale Schild aus der Zeit Heinrichs II. wurde um 1550 von renommierten Kunsthandwerkern gefertigt. Im Zentrum war eine detailreiche Kampfszene zu sehen, die die Eroberung der Stadt Bonifacio darstellte. Laut Experte befand sich das Original lange im Besitz der französischen Krone und wurde seit dem 19. Jahrhundert im Louvre ausgestellt.
Vor allem während der Industrialisierung wurden derartige Stücke häufig und in großer Zahl reproduziert. Ziel war es, auch Privatleuten die Möglichkeit zu geben, sich mit solchen Prunk-Objekten auszustatten. Bei dem vorliegenden Schild handelte es sich um einen Guss aus galvanisiertem Weißblech nach historischem Vorbild - vermutlich von 1880.
"Das ist aber keine böswillige Täuschung?", hakte Lichter vorsichtshalber nach - schließlich dürfte das Stück sonst gar nicht in den Händlerraum. Doch der Experte gab sofort Entwarnung: Es handle sich nicht um Betrug, sondern vielmehr um eine Hommage an frühere Handwerkskunst, die im Zuge der Industrialisierung als Serienprodukt gefertigt wurde.