Horst Lichter kann kaum fassen, wer bei "Bares für Rares" vor ihm steht: "Nein!"
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 18. März 2026
Es sei "das Kurioseste, was wir jemals in der Sendung hatten", staunte Horst Lichter beim Anblick der Objekte, die am Mittwoch bei "Bares für Rares" (ZDF) zum Verkauf standen. Noch mehr konnte sich der Moderator für den Verkäufer selbst begeistern.
In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) sorgten skurrile Promi-Köpfe aus Plastik für Unterhaltung. Horst Lichter konnte sich vor Lachen kaum halten - besonders, als ihm dämmerte, wer da vor ihm stand.
"Das ist das Kurioseste, was wir jemals in der Sendung hatten", erklärte Lichter, als er die komischen Puppenköpfe im Raum sah. Verkäufer Carsten aus Hürth hatte die Objekte von einem Bekannten, der die Köpfe in den 1990er-Jahren für Werbefilme entwickelt hatte. Nach einem Umzug landeten die Figuren im Atelier des Verkäufers.
"Seit fünf Jahren will ich, dass Carsten zu 'Bares für Rares' geht", fuhr Anja fort, eine Kollegin aus Köln. "Dafür bin ich dir sehr dankbar", meinte Lichter zu ihr. Zudem interessierte den Moderator, ob Carsten selbst Künstler sei. Der Verkäufer erklärte, er sei Puppenspieler - und zwar für die "Sesamstraße".
In der berühmten Kinderserie mimte Carsten die Rollen von Bert und dem Krümelmonster. "Nein", rief Lichter total begeistert, als der Verkäufer die Stimmen der beiden Figuren imitierte. "Ich geh' kaputt", lachte sich der Moderator schlapp und erklärte, nach der Sendung unbedingt ein Autogramm von Carsten haben zu wollen.
Carsten wünscht sich "irgendwas im sieben- bis achtstelligen Bereich"
Doch zurück zu den Puppenpersönlichkeiten, die zum Verkauf standen. Detlev Kümmel erkannte darin Karikaturen von Prominenten wie Richard Gere, Franz Beckenbauer und Steven Spielberg. Ebenfalls überzogen geformt waren Julia Roberts, Eddie Murphy, Danny DeVito, John Travolta und David Duchovny - allesamt in Polyurethanschaum.
Die Handpuppen konnten mit einem Griff die Augen klimpern lassen. Einige der Köpfe waren aber defekt - außer John Travolta. Mit einem Knopfdruck schloss die Puppe ihre Augen. Die Köpfe wurden im Jahr 1998 anlässlich der Fußball-WM für Werbefilme auf ProSieben von Nautilus Productions in Auftrag gegeben. "Eine sehr schöne Idee", fand Lichter.
"Irgendwas im sieben- bis achtstelligen Bereich" wünschte sich Carsten schmunzelnd. Zufrieden sei er aber eigentlich auch mit 120 Euro pro Kopf, also insgesamt 960 Euro. Experte Kümmel taxierte sogar höher, auf 1.600 bis 1.800 Euro. "Was machst du mit dem Erlös?", wollte Lichter wissen. "Natürlich auf den Kopf hauen", scherzte der Verkäufer.