Horst Lichter kann den Wert von "Bares für Rares"-Fundstück kaum fassen: "Nein!"
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 21. Januar 2026
Horst Lichter redete bei "Bares für Rares" absichtlich "Blödsinn", um Experte Sven Deutschmanek zu necken. Als der jedoch den Wert des Verkaufsobjektes nannte, war der ZDF-Moderator sichtlich baff.
In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) nahm Horst Lichter seinen Experten augenzwinkernd auf die Schippe und erzählte bewusst "Blödsinn". Erst bei der Wertermittlung war der Moderator ernsthaft überrascht ...
"Wie süß", fand Lichter die Mini-Nähmaschine und fügte schmunzelnd hinzu: "Klar, es müssen ja auch Puppenkleider genäht werden." Doch Sven Deutschmanek wusste: "Das ist eine kleine Spardose, wie du gesehen hast." Lichter erwiderte augenzwinkernd: "Das ist eine Nähmaschine für Heinzelmännchen." Genervt winkte Deutschmanek die Verkäufer heran: "Komm."
Als Elisabeth und Konrad aus Palling am Expertenpult standen, wechselte Lichter die Taktik, um Deutschmanek weiter zu necken: "Ich glaube, das ist eine Spardose, mein Freund, sieht man doch", sagte er frech. "Er hatte so verrückte Ideen und dachte, damit kann man kleine Kleider nähen - und so einen Blödsinn", lachte Lichter über Deutschmanek. Die kleine Nähmaschine hatten die Verkäufer beim Ausräumen der elterlichen Wohnung gefunden, erzählte Konrad. Mehr wussten sie nicht über den Alltagsgegenstand im Miniaturformat - inklusive Münzschlitz.
"Die Marke Singer kennen wir wohl alle", sagte Deutschmanek. Schließlich gilt Singer als Erfinder der ersten praktikablen Nähmaschine mit Geradstich - "also einer industriellen Maschine, die wirklich funktionierte", fügte der Experte hinzu. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1851 in den USA von Isaac Merritt Singer und Edward Clark.
"Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet"
Die Spardose in Form einer Nähmaschine hatte früher noch einen anderen Zweck: "Man wollte Kinder schon früh daran gewöhnen, im späteren Leben mit solchen Produkten umzugehen", erklärte Deutschmanek. Außerdem wurden die Maschinen damals bereits per Ratenkauf angeboten - "da konnten die Kinder quasi schon darauf sparen."
"Ein wunderschönes Stück", schwärmte der Experte begeistert. Die Maschine aus Zinkguss und lithografiertem Blech sei in "außerordentlich gutem Zustand" - ein Fund, den man nur "recht selten" mache. Die Verkäuferin wünschte sich dafür 80 Euro. Doch der tatsächliche Preis lag deutlich darüber. "Nein", rief Lichter und riss die Augen skeptisch auf. "Für ein so seltenes Stück in diesem Erhaltungszustand - zudem aus den 1920er- bis 1930er-Jahren - liegt der Wert höher", betonte Deutschmanek und taxierte die Spardose auf 200 bis 250 Euro. Lichter schaute ihn ungläubig an: "Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet." Auch die Verkäufer zeigten sich überrascht: "Toll!"
"Die ist etwas Besonderes", bemerkte auch Wolfgang Pauritsch, als er die Nähmaschinen als Spardose genauer unter die Lupe nahm. Susanne Steiger eröffnete die Bieterrunde - zunächst mit 20 Euro. Doch auch ihre Kollegen waren an dem Sammlerstück interessiert und so wurde der Preis Schritt für Schritt nach oben getrieben. Rasant stieg das Gebot auf 200 Euro. "Wahnsinn", staunte Pauritsch: "Es muss nicht immer groß sein, sondern interessant - genau das ist die Nähmaschine." Den Zuschlag erhielt aber Anaisio Guedes, der für das Sammlerstück 260 Euro bezahlte und verriet: "Das ist für meine Tochter."