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Heute im Free-TV: Romanverfilmung von britischem Kultautor mit dem vielleicht besten Hugh Grant aller Zeiten


Autor: Teleschau  

, Freitag, 20. März 2026

Wer braucht schon Kinder? Hugh Grant wird in "About a Boy oder: Der Tag der toten Ente" zum Ersatzvater wider Willen.


Will ist 38 und eigentlich ein glücklicher Mensch. Ein glücklicher Single, genauer gesagt. Selbstzufrieden, gerne mal arrogant, einigermaßen berechnend und fest entschlossen, sich im Leben nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Nicht von Freunden und schon gar nicht von Frauen. "Und im Alter bist du kinderlos und einsam ...", wird ihm von den Familienverfechtern vorgehalten. Und was entgegnet er? "Das will ich doch hoffen." - Sixx zeigt nun als Wiederholung "About a Boy" (Sonntag, 22. März, 20.15 Uhr) aus dem Jahr 2002 mit Hugh Grant in der Hauptrolle, der mehr als zwei Millionen Zuschauer in die Kinos lockte.

Nick Hornby ist einer der populärsten Autoren unserer Zeit. Er erzählt ehrliche und einfache Geschichten, in deren Mittelpunkt Männer stehen, deren Leidenschaften ihre Leiden schaffen, die sie aber gerne ertragen. In "Fever Pitch" erklärte sich ein Fußball-Fan. In "High Fidelity" befindet sich ein Musikliebhaber im ewigen Kampf mit dem weiblichen Geschlecht. Beide Bücher wurden in den 90-ern sehr britisch verfilmt - in beiden Fällen gelang es perfekt. Dann, 1998, kam "About a Boy" auf den Markt - erneut ein Bestseller. Paul und Chris Weitz wurden mit der filmischen Umsetzung betraut, führten Regie und schrieben mit Peter Hedges das Drehbuch.

Keine Moralpredigt

Dass Hugh Grant mit der Hauptrolle bedacht wurde, dürfte Hornby-Fans zunächst in Angst und Schrecken versetzt haben. Aber: kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. Der Schauspieler hat hier die Rolle seines Lebens gefunden, weil er sie schlicht verstanden hat. "Jede gute Komödie basiert letztlich auf Traurigkeit. In diesem Film gibt es sehr viel Traurigkeit. Und in einer Komödie versucht man, sich gegen diese Traurigkeit aufzulehnen." Die Worte Hugh Grants treffen den Kern punktgenau, ebenso präzise ist sein Spiel.

In "About a Boy" gibt er jenen Will, einen egozentrischen und vom Leben verwöhnten Typ, der noch nie arbeiten musste, weil er vom Geld lebt, das sein Vater als Komponist verdient hat. Er lässt sich treiben, genießt Spielshows im Fernsehen und die eine oder andere Liaison mit dem weiblichen Geschlecht. Mit zunehmendem Alter reift in ihm die Erkenntnis, dass allein erziehende Mütter ein lohnendes Ziel sind. Auf Umwegen gerät er so an den zwölfjährigen Marcus (Nicolas Hoult) und weckt dessen Neugier. Anfänglich wehrt sich Will gegen dessen zunehmende Präsenz, doch schließlich wird der Junge für ihn zu einer Art Tür zur realen Welt, vor der sich Will bisher nur allzu gerne verborgen hat.

"About a Boy" ist keine Moralpredigt, keine Geschichte eines sich zum Gutmenschen wandelnden Eigenbrötlers. Vielmehr nähern sich die beiden Hauptfiguren einigermaßen mühsam einander an. Dass der Film im Vergleich zum Buch etwas gewollt ein rührendes Ende herbeiführt, mag als Zugeständnis an die Anforderungen des populären Kinos verstanden werden, ist aber dennoch ein bisschen schade.

Quelle: teleschau – der mediendienst