Besser als Marvel und DC: Diese Superheldenserien lohnen sich wirklich
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 02. April 2026
Keine Lust mehr auf Marvel- und DC-Superhelden? Wir verraten, welche Serien sich wirklich lohnen.
Filmfans sind kaum mehr vor Superhelden zu retten, und auch in der Streamingwelt schicken Marvel und DC immer wieder (neue) Heroen auf Weltrettungsmission. Neben den "Blockbustern" aus den beiden Comic-Univesen gehen viele andere, oft interessantere Ansätze fast unter: Wir sagen Ihnen, welche Superheldenserien auf Ihrer Watchlist nicht fehlen sollten.
"The Boys" (Amazon)
Mit einer absolut irren und alles andere als konventionellen Machart eroberte die Amazon-Serie "The Boys" die Herzen von Superheldenfans. Seit 2019 kommentiert die fulminante Produktion satirisch das Tagesgeschehen in den USA und auf der ganzen Welt. Superhelden außer Rand und Band, ohne Gnade und Skrupel - und Normalos, die ihnen die Stirn bieten: Verrückter geht's kaum! Dabei nimmt die Serie nicht nur das Genre selbst, sondern auch Phänomene wie Kapitalismus, Medienmacht und Personenkult gnadenlos aufs Korn. Angeführt vom charismatisch-furchteinflößenden Homelander geraten moralische Grenzen schnell ins Wanken. Zwischen schwarzem Humor, schockierenden Gewaltspitzen und überraschend emotionalen Momenten entwickelt sich ein bissiger Kommentar auf unsere Gegenwart. Die finale fünfte Staffel ist ab 8. April bei Amazon Prime Video zu sehen.
Auch im Spin-off "Generation V" (bei Prime Video) sollte das Publikum nicht zu zart besaitet sein. Explodierende Körper, herumwirbelnde Gliedmaßen und bildschirmfüllende männliche Geschlechtsteile gibt es hier zu sehen - obwohl die Geschichte an einem Superheldencollege unter jungen Erwachsenen spielt. Hinter der drastischen Fassade verbirgt sich jedoch eine Coming-of-Age-Story über Identität, Leistungsdruck und moralische Grauzonen. Die Nachwuchshelden kämpfen nicht nur um Ruhm und Anerkennung, sondern auch mit sich selbst - und mit einem System, das sie formt und ausnutzt.
"Watchmen" (HBO Max)
Die Polizistin Angela Abar (Regina King) versucht in "Watchmen" (bei HBO Max) ein anarchisches Amerika unter Kontrolle zu halten. Gar nicht so leicht - erst recht, weil die weiße rassistische Terrorgruppe "Siebte Kavallerie" das Sagen hat. Elf Emmys sprechen eine klare Sprache: Das Serien-Remake von Zack Snyders Actioner aus dem Jahr 2009 war ein voller Erfolg.
Doch die Serie, die den Kultcomic aus den 80er-Jahren intelligent fortsetzt, geht weit über ein klassisches Superheldenformat hinaus und verwebt alternative Geschichte mit brennend aktuellen Themen wie Rassismus, Machtmissbrauch und gesellschaftlicher Spaltung. In komplexen Erzählsträngen entfaltet sich ein düsteres Panorama, das Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verknüpft.
"Extraordinary" (Disney+)
In einer Welt voller Superkräfte ist Normalo Jen (Máiréad Tyers) ein Sonderling. Doch so leicht gibt sie sich in der sympathisch-unterhaltsamen Comedyserie "Extraordinary" nicht geschlagen. Den amüsanten Trip durch die durchgeknallte Welt des Tollpatsches gibt es bei Disney+ zu sehen.
Zwischen schrägen Alltagsproblemen und kuriosen Superfähigkeiten entfaltet sich eine charmante Geschichte über Selbstfindung und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Während um sie herum scheinbar jeder mit spektakulären Gaben glänzt, kämpft Jen mit Selbstzweifeln, Orientierungslosigkeit und der Frage, ob sie jemals "normal" sein wird. Gerade daraus bezieht die Serie ihren besonderen Witz und ihre emotionale Tiefe - und zeigt mit viel Herz, dass es manchmal gar keine Superkraft braucht, um seinen Platz im Leben zu finden.