In einer neuen Doku-Reihe nimmt Model-Mama Heidi Klum das Publikum mit auf den roten Teppich und zum Kaffeetrinken mit Wolfgang Joop. Zwischen Venedig, Paris und München findet sie Zeit für einige unerwartet offene Worte und blickt teils kritisch auf ihre eigenen Anfänge zurück.
In der aktuellen Staffel von "Germany's Next Topmodel" sucht Heidi Klum (52) wieder nach den nächsten Stars am Mode-Himmel. Sie selbst hat sich in über 30 Jahren Modelkarriere genau dort schon hingearbeitet. In "On & Off the Catwalk - by Heidi Klum" nehmen sie und ihre beiden ältesten Kinder Leni (21) und Henry (20) ihre Fans mit hinter die Kulissen ihres Jetset-Lebens aus dem Luxus-Koffer.
Die Kameras begleiten Klum von der Bambi-Verleihung mit Mutter Erna zum roten Teppich der internationalen Filmfestspiele in Venedig mit Tochter Leni. Zwischendrin bleibt immerhin Zeit für ein Eis und einen Besuch bei ihrem langjährigen Wegbegleiter, dem Fotografen Gilles Bensimon (81). Mit ihm arbeitete die 52-Jährige bereits in den ersten Jahren ihrer Modelkarriere zusammen.
Die begann wiederum 1992, als die damals 18-Jährige den von Thomas Gottschalk moderierten Wettbewerb "Model '92" gewann. In der Doku sind einige der alten Aufnahmen zu sehen: Noch mit dunklen Haaren und ohne ihren charakteristischen Pony setzte sie sich gegen Tausende andere Kandidatinnen durch. Dennoch tat sie sich am Anfang schwer: "Mir wurde immer gesagt, dass ich zu fett bin", erinnert sich Klum und gibt zu: "Man hat natürlich dann auch mal Selbstzweifel." Aber so verzweifelt, dass sie aufgehört hätte zu essen oder Pillen geschluckt hätte, sei sie nie gewesen, stellt sie klar.
Heidi Klum: "Ich habe kein Problem mit meinem Alter"
Kommentare zu ihrem Körper muss sich Klum auch Jahrzehnte später noch anhören, doch die versuche sie, nicht an sich heranzulassen. "Ich bin einfach nur ein bisschen dicker als vorher - das sind die Wechseljahre", kontert die 52-Jährige, "Aber ich denke mir dann immer: Es gibt Schlimmeres", zuckt sie bei einem Fotoshooting mit den Schultern. Über einen Rock, der nicht zugeht, kann sie dabei beherzt lachen.
Dennoch gefällt auch der selbstbewussten Model-Mama nicht alles an sich. "Ich habe kein Problem mit meinem Alter, aber es gibt Fotos, wo man nicht so viel machen muss", erklärt sie mit kritischem Blick auf einige Bilder. Die Falten im Gesicht würden sie nicht stören, doch die deutlich zu sehenden Adern auf ihrer Hand: "Das wäre jetzt zum Beispiel was, was ich retuschieren wollte."
Auch wenn die ein oder andere Falte dazukommt - in Rente gehen will Klum "noch nicht". Früher habe sie allerdings nicht geglaubt, dass sie auch mit über 50 noch in der Modebranche aktiv ist, gibt sie zu. Da habe sie gedacht, mit 40 ist Schluss, erinnert sie sich nach einem Besuch bei Ex-GNTM-Juror und Designer Wolfgang Joop (81).
"Ich wünsche mir einfach, dass sie happy sind"
Inzwischen sind auch Klums älteste Kinder, Leni und Henry, in der Modebranche aktiv. Dass die beiden inzwischen Erwachsene sind, Karrieren und Ziele verfolgen und nicht mehr Kinder und rebellische Teenager sind, ist für die 52-Jährige bei allem Stolz manchmal noch komisch: "Es ist schwer, loszulassen, die Kinder gehen zu lassen", gibt sie zu.