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Halloween bei ARTE: Was hinter dem Dracula-Mythos steckt


Autor: Rupert Sommer

, Mittwoch, 30. Sept. 2026

Auf den Spuren des historischen Vampir-Vorbilds: ARTE zeigt zur besten Sendezeit einen neuen Dokumentarfilm über den historischen Dracula-Fürsten aus der Walachei des 15. Jahrhunderts - und leitet damit einen Horror-Halloween-Themenabend ein.


Keine Figur der Literaturgeschichte ist so eng mit dem Mythos des Vampirs verbunden wie Dracula. Doch hinter Bram Stokers Romanfigur steckt eine historische Persönlichkeit: Vlad III., ein Fürst aus der Walachei im 15. Jahrhundert, der wegen seiner brutalen Herrschaft als "der Pfähler" in die Geschichte einging. Der Dokumentarfilm "Dracula - Die wahre Geschichte", den ARTE in deutscher Erstausstrahlung zeigt, begibt sich auf Spurensuche und fragt, was hinter dem Mythos tatsächlich steckt. Danach schließt sich ein Horror-Themenabend mit weiteren einschlägigen Dokus an.

Vlad III., auch Dracula genannt, lebte in einer Zeit politischer und religiöser Umbrüche. Die Walachei lag an der Grenze zwischen dem christlich geprägten Europa und dem expandierenden Osmanischen Reich. Für den Fürsten bedeutete dies einen dauerhaften Kampf um Macht und Einfluss. Seine Herrschaft gilt als ausgesprochen brutal. Besonders die Pfählung soll er als Hinrichtungsmethode eingesetzt und damit Angst unter seinen Gegnern verbreitet haben.

Von der Faszination des Gruselns

Die Geschichten über seine Grausamkeit verbreiteten sich bereits zu den Lebzeiten des Fürsten und wurden durch den aufkommenden Buchdruck weitergetragen. Jahrhunderte später griff der irische Schriftsteller Bram Stoker den Namen Dracula für seinen 1897 erschienenen Roman auf und formte daraus jene Vampirfigur, die bis heute das Bild des Grafen Dracula prägt.

Doch wie viel davon entspricht der historischen Realität? Der Film folgt Forschenden, die sich seit Jahren mit dem sogenannten "Corpus Draculanium" beschäftigen. Dafür untersuchen sie eine Vielzahl zeitgenössischer Quellen: private und diplomatische Briefe, Handelskorrespondenz, Verhandlungsprotokolle und Verwaltungsdokumente ebenso wie Erzählungen, Bilder, Münzen und Siegel. Die Zeugnisse stammen aus verschiedenen Teilen Europas und ermöglichen einen differenzierteren Blick auf Vlad III.

Im Anschluss geht es im Rahmen der Halloween-Sonderprogrammierung um 21.45 Uhr mit der Dokumentation "Haunted Places - Draculas Transsilvanien" weiter, um 22.30 Uhr folgt die Doku "Warum lieben wir Horror?". Weiter geht es um 23.00 Uhr mit der Dokumentation "Zombies: Faszination der Untoten", im Anschluss mit "Die Kinder des Voodoo" um 23.55 Uhr. Die lange Grusel-Nacht rundet sich schließlich um 0.40 Uhr mit einer Konzertaufzeichnung einer der erfolgreichsten deutschen Heavy-Metal-Bands, deren Namen zum Thementag passt: "Helloween - Summer Breeze Open Air 2026".

Dracula - Die wahre Geschichte - Sa. 31.10. - ARTE: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst