Gewalt an Schulen macht Extremismusforscher Ahmad Mansour "große Sorgen"
Autor: Natascha Wittmann
, Freitag, 16. Oktober 2026
Bei "Markus Lanz" rückte die zunehmende Gewalt an Schulen in den Mittelpunkt. Ahmad Mansour wählte dafür deutliche Worte und beschrieb, warum sich Konflikte immer schneller hochschaukeln und welche Rolle soziale Medien dabei spielen. Seine Warnung fiel dabei unmissverständlich aus.
Bei "Markus Lanz" äußerte sich CDU-Politikerin Katharina Günther-Wünsch sorgenvoll zur bundesweiten Zunahme von Gewalt an Schulen. Die Berliner Senatorin erklärte: "Die Hilferufe, die mich erreichen, (...) das beginnt in den Kitas. Wir haben diese geringe Resilienz. Wir haben nicht mehr diese Empathie-Fähigkeit der Kinder." Als der ZDF-Moderator nach dem konkreten Grund dafür fragte, klärte die Politikerin auf: "Das Thema digitale Medien spielt eine große Rolle." Zudem fehle an den Schulen "in Teilen das Personal, vielleicht auch die Qualifikation". Dies führe schließlich zu einer Dynamik von Gewalt, "die zunimmt" und "wir haben politische Ränder, die das befeuern".
Dazu warnte Extremismusforscher Ahmad Mansour: "Die Stärke der Ränder hat auch mit den sozialen Medien zu tun. Wir verändern gerade die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir uns informieren. Also die Folgen (...) dieser massiven sozialen Mediennutzung ist verheerend!" Als er kritisierte, dass in dem Zusammenhang eine schulische Begleitung fehle, wehrte sich Katharina Günther-Wünsch: "Zu sagen, die Länder machen gar nichts, da widerspreche ich! Weil da haben wirklich viele die Not erkannt."
Ahmad Mansour konterte jedoch unbeeindruckt: "Aber nicht ausreichend!" Er fügte abschließend mit ernster Miene hinzu: "Wir erleben gerade eine Radikalisierungswelle von Minderjährigen! (...) Und das ist etwas, das mir große Sorgen macht."
Sehen Sie die Lanz-Sendung in voller Länge jederzeit bei https://kurz.zdf.de/LANZ/
Quelle: teleschau – der mediendienst