Druckartikel: Georg Restle verlässt ARD-Politmagazin "Monitor"

Georg Restle verlässt ARD-Politmagazin "Monitor"


Autor: Stefan Weber

, Mittwoch, 18. März 2026

Georg Restle gibt die Moderation des ARD-Politmagazins "Monitor" ab. Ende März steht seine letzte Sendung an, im Juni übernimmt er die Leitung des ARD-Studios in Nairobi.


Er war seit 2012 das Gesicht des ARD-Politmagazins: Wie der WDR am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird Georg Restle "Monitor" verlassen. Bereits in der kommenden Woche wird der Moderator zum letzten Mal zu sehen sein: Die letzte Ausgabe mit ihm ist für den 26. März um 21.45 Uhr angesetzt.

Der Abschied erfolgt im Zusammenhang mit einer neuen Aufgabe: Restle übernimmt zum 1. Juni 2026 die Leitung des crossmedialen ARD-Studios Nairobi. "Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, der ich mit großer Demut begegne", wird er in der Mitteilung zitiert. Ziel sei es, "die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD zu stärken und die großen Themen aus diesem riesigen Berichterstattungsgebiet einem deutschen Publikum näher zu bringen, gerade weil sie auch von hoher Relevanz für uns sind."

Wer Restle bei "Monitor" nachfolgen wird, ist bislang nicht entschieden. Der WDR kündigte an, zu einem späteren Zeitpunkt darüber zu informieren.

"Kritischer Journalismus mit Rückgrat"

Die WDR-Chefredakteurin Politik und Zeitgeschehen, Ellen Ehni, würdigte Restles Arbeit: "Georg Restle steht für hintergründigen und kritischen Journalismus mit Rückgrat. Bei 'Monitor' hat er mit seinem exzellenten journalistischen Kompass stets große Zusammenhänge aufgezeigt und deutlich gemacht, was sie für Menschen hier in Deutschland bedeuten." Sie freue sich, dass man Restle "in diesen Zeiten als crossmedialen Studioleiter für dieses spannende Berichtsgebiet gewinnen" konnte.

Restle war seit 2012 Moderator und Redaktionsleiter von "Monitor". Zuvor arbeitete er seit dem Jahr 2000 als Redakteur für das Magazin, 2007 wurde er stellvertretender Redaktionsleiter. Nach einer Tätigkeit als Korrespondent im ARD-Studio Moskau von 2010 bis 2012 kehrte er in leitender Funktion zur Sendung zurück. Neben seiner Tätigkeit bei "Monitor" war Restle mehrfach als Auslandskorrespondent im Einsatz. Nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 berichtete er aus der Ukraine. Zudem übernahm er regelmäßig Studiovertretungen, unter anderem in Warschau und Nairobi.

Das Politmagazin gehört zu den traditionsreichsten Formaten im deutschen Fernsehen und besteht seit 60 Jahren. Unter Restles Leitung entwickelte sich "Monitor" auch zu einer digitalen Marke. 2020 erhielt er stellvertretend für die Redaktion den Grimme-Preis in der Kategorie "Besondere journalistische Leistung".

Quelle: teleschau – der mediendienst