Im neuen Film - wie auch zuvor in der Serien-Neuauflage "Neue Geschichten vom Pumuckl" - kommt Pumuckls Stimme aus dem Computer. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und nach der Zustimmung der Erben wurde Hans Clarins Stimme auf die des neuen Pumuckl-Sprechers Maxi Schafroth gelegt.
Pumuckls Look - eine Hommage an Brasilien
Technische Innovation gab es beim Pumuckl aber schon früher: Anfang der 80er-Jahre war es schließlich noch eine Sensation, eine Comicfigur in reale Filmbilder zu integrieren. Regisseur Ulrich König stand damals vor einer großen Herausforderung: Für eine Minute Filmmaterial wurden 1.300 Einzelbilder von Pumuckl benötigt. Für die TV-Serie wurden in Budapest insgesamt 1,5 Millionen Bilder gezeichnet.
Wer glaubt, dass die Farben von Pumuckls Pulli und Hose ganz zufällig gewählt wurden, täuscht sich übrigens: Tatsächlich soll das gelbe Oberteil und die grüne Hose an die brasilianische Flagge erinnern. Der Produzent Manfred Korytowski hatte es sich so gewünscht, da er in Brasilien aufgewachsen war.
Und auch bei der Titelmelodie wurde nichts dem Zufall überlassen, sondern prominente Musiker engagiert: Das Titellied der TV-Serie "Meister Eder und sein Pumuckl" wurde 1979 von Fritz Muschler komponiert - unter der Mitwirkung eines bekannten Schlagersängers: Howard Carpendale. Heute genießt das Lied Kultstatus, wurde von Roland Kaiser neu aufgenommen und in andere Sprachen übersetzt.
Was der Pumuckl mag - und was nicht
Am Look von Pumuckl darf heute niemand mehr etwas verändern: Im Jahr 2015 wurde zum Jubiläum eine Neuauflage des ersten Pumuckl-Buchs veröffentlicht. Allerdings wurde der kleine Kobold in der neuen Version modernisiert und deutlich schlanker gezeichnet. Unter dem Schlagwort #bringbackbäuchlein protestierten viele Leser über die "Hipsterisierung" des Pumuckls. Mit Erfolg: Pumuckl bekam seinen Bauch zurück.
Seine Vorlieben und Abneigungen haben sich über die Jahre ohnehin nicht verändert: Dass er Leim nicht ausstehen kann, wissen bestimmt die meisten - schließlich wurde er nur sichtbar, weil er an Meister Eders Leimtopf hängen blieb. Ansonsten sind ihm Heinzelmännchen, Gartenzwerge, Katzen, Käse und Putzfrauen ein Graus, außerdem kann er nicht schwimmen oder pfeifen.
Und was mag der Münchner Kobold besonders gerne? Da können viele Dinge aufgezählt werden: Schokolade, Wurst, Bier, Hobelspäne oder Segelschiffe gehören dazu, ebenso Musik, Schmutz, Silberpapier, Uhren oder Löcher. Und natürlich mag der kleine Klabautermann Reime - denn "was sich reimt, ist immer gut!" Seine Lieblingsfarbe ist "Koboldblau".
Quelle: teleschau – der mediendienst