Große Augen bei "Bares für Rares": Verkäuferin wünscht sich für Erbstück fünfstellige Summe
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 06. August 2026
Den Sternen ganz nah: In der ZDF-Trödelsendung "Bares für Rares" begeisterte ein imposantes Gerät. Gleichermaßen eindrucksvoll war auch der fünfstellige Wunschpreis.
Schon beim ersten Blick auf das gewaltige Exemplar blieb Moderator Horst Lichter der Mund offen stehen: "Das ist großartig - Wahnsinn!" Wo hatte das imposante Teleskop, das in der Donnerstagsausgabe der ZDF-Sendung zum Verkauf stand, wohl jahrzehntelang seinen Platz gehabt?
Nicht nur das außergewöhnliche Objekt sorgte für Gesprächsstoff. Auch die beiden Verkäufer überraschten mit einer Anekdote. Denn auf Nachfrage von Lichter verriet Anette: "Wenn ich ehrlich bin, haben wir uns erst heute Morgen um neun Uhr kennengelernt." Dieser konnte sich ein erstauntes "Das ist hochinteressant! Wie kam es dazu?" nicht verkneifen.
Der Hintergrund war schnell erklärt: Das historische Teleskop hatte bei Bekannten von Anette gestanden. Da die Verkäuferin selbst keinerlei Erfahrung mit Teleskopen hatte, machte sie sich auf die Suche nach jemandem, der sie fachkundig begleiten konnte. Mit Thorsten fand sie schließlich genau den Richtigen. Der passionierte Hobby-Astronom besaß selbst mehrere Teleskope - ein derart altes und großes Exemplar hatte allerdings auch er bislang noch nicht.
Bei dem Instrument handelte es sich um ein restauriertes Erbstück von Anettes Vater. Der begeisterte Sternenfreund hatte das Teleskop einst bei einer Auktion von einem deutschen Kloster erworben. Für Annette sei es stets "eine Augenweide" gewesen.
Verkäuferin verrät stolzen Wunschpreis für Teleskop
Expertin Annika Raßbach erklärte, dass Teleskope dieser Größe nie für den Hausgebrauch gedacht gewesen seien. Sie hätten ihren Platz vielmehr in Sternwarten oder eben auch in Klöstern gefunden. "Vielen ahnen gar nicht, dass Mönche nicht den ganzen Tag gebetet oder im Garten gearbeitet haben", erklärte die Expertin. Klöster seien damals bedeutende Orte für Wissenschaft, Bildung und Forschung gewesen. "Teleskope wurden täglich genutzt."
Gefertigt worden war das Refraktor-Teleskop in den 1850er-Jahren von der Londoner Firma Mills. Mehrere hochwertige Vergrößerungslinsen gehörten ebenfalls dazu. Ob sich damit auch der hohe Wunschpreis von 15.000 Euro verwirklichen ließ?
Die Expertise holte die Erwartungen allerdings auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Marktwert lag zwischen 4.000 und 6.000 Euro. "Gut", seufzte Annette. "Man muss Kompromisse eingehen im Leben." Trotzdem nahm sie die Händlerkarte mit Zuversicht entgegen. Im Händlerraum sorgte das riesige Fernrohr für offen stehende Münder. So ein gewaltiges Teleskop hatte dort bislang niemand gesehen - ein echter Hingucker.