Ex-US-General warnt in neuer Trump-Doku: "Man sollte sich große Sorgen machen"
Autor: Teleschau
, Dienstag, 20. Januar 2026
Vor genau einem Jahr trat Donald J. Trump seine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten an. Seither ist nicht mehr viel so wie davor. Allerdings auch - seinen Versprechen zum Trotz - nicht viel besser. Wo aber führt der Weg von Donald Trump hin, was ist sein Ziel? Eine ZDF-Doku sucht Antworten.
Abraham Lincoln (1808-1865), der erste republikanische Präsident der USA, warnte einst davor, "dass ein Mensch, der sich für das größte Genie hält, verbunden mit einem Verlangen, bis zum Äußersten zu gehen, einmal aus unserer Mitte aufsteigt". Mit diesem Zitat beginnt die Reportage "Donald Trump - König im Weißen Haus" (ZDF) von Elmar Theveßen und Annette Brieger.
Es scheint, dass Lincolns schlimme Befürchtung wahr wurde, in Person von Donald John Trump, dem 45. und 47. Präsidenten der USA. Während Trump in seiner zweiten Amtszeit nicht nur in seinem Land, sondern der ganzen Welt für Unruhe sorgt, beleuchtet die Dokumentation das "System Trump" und man muss sich fragen: Wie weit wird Donald Trump noch gehen?
Für Randy Manner, den ehemaligen stellvertretenden Kommandeur der Nationalgarde, ist die Antwort klar: "Es ist sehr gefährlich. Jeder Amerikaner sollte sich große Sorgen machen." Und nicht nur sie. Die demokratische Kongressabgeordnete Maxime Dexter meint: "Aus Trumps 'America First' ist 'einzig Amerika' geworden. Wäre ich ein Regierungschef in Europa, wäre ich sehr besorgt."
Denn Donald Trump und seine Administration kennen scheinbar keine Grenzen. Das zeigt die Dokumentation deutlich. Kann sie auch, denn sie ist sehr aktuell, flocht auch die jüngsten Aufreger noch ein: die Entführung des venezolanischen Staatschefs Maduro, die Ermordung von Renée Good durch einen ICE-Agenten und Trumps Griff nach Grönland.
"Donald Trump ist wie ein Mafiaboss"
Trump sagte vor Kurzem in seiner selbstverliebten Tonart des Superlativs, dass die einzige Begrenzung seiner Macht in der Weltpolitik "meine eigene Moral, mein eigener Geist" sei. Mit beidem, scheint es, ist es nicht weit her, wenn man auf die Ereignisse der jüngsten Zeit blickt.
Moral? "Er bereichert sich selbst und seine Kumpane", sagt Dexter. "Er will das Amt mit großer Beute verlassen für sich." Von den Deals, die er in aller Welt abschließt, profitieren meist Firmen, die entweder seinen Verwandten oder seinen Freunden gehören. John Bolton, ehemaliger nationaler Sicherheitschef und von Trump gefeuert und später strafrechtlich verfolgt: "Das ist in Amerika ohne Beispiel." Seit Amtsbeginn mehrte sich Trumps privater Reichtum um drei Milliarden Dollar, während in Amerika die Preise für viele Lebensmittel im zweistelligen Prozentbereich explodierten.
Wo ist die Moral, wenn Trump seine vermummten ICE-Agenten auch auf völlig legal in Amerika lebende auslandsstämmige Menschen Jagd machen lässt? Connor O'Donnell, Demonstrant der "No Kings"-Bewegung: "Er führt die Exekutive wie ein Mafiaboss. Er geht gegen jeden vor, der für die Constitution einsteht." Trump geht auf alles und jeden los, der ihm widerspricht. Feuerte Richter, Staatsanwälte und Kanzleien, die seine brutale Einwanderungspolitik nicht mittrugen. Wer nicht für ihn ist, ist Feind.