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Ex-Nationalspieler erklären, was Deutschland zur Weltspitze im Eishockey fehlt


Autor: Teleschau  

, Montag, 11. Mai 2026

Die deutschen Eishockeyfans wollen nach zuletzt eher enttäuschenden internationalen Turnieren wieder Erfolge sehen. Doch dafür muss sich langfristig einiges ändern, erklären die ehemaligen Erfolgsspieler Uwe Krupp und Stefan Ustorf vor dem Start der Eishockeyweltmeisterschaft in der Schweiz.


Bevor im Juni und im Juli die Fußballer um den Weltmeistertitel kämpfen, sind die Eishockey-Männer an der Reihe. Von 15. Mai bis 31. Mai spielen sie in der Schweiz und wollen die Olympia-Enttäuschung wiedergutmachen. Man will wieder an die großen Erfolge anknüpfen: Olympia-Silber 2018 und WM-Silber 2023.

Doch um dauerhaft um die Medaillen oder gar den Sieg mitspielen zu können, fehle es in Deutschland an Infrastruktur, kritisiert Ex-Nationalspieler und -trainer Uwe Krupp im ProSieben-Interview. "Ganz konkret sind es mangelnde Eishallen und Trainingsmöglichkeiten", erklärt der 60-Jährige, der die Weltmeisterschaft bei ProSieben als Experte begleitet.

Auch der ehemalige Nationalspieler Stefan Ustorf, derzeit Sportdirektor beim DEL-Club Nürnberg Ice Tigers, findet: "Wenn wir wirklich anfangen wollen, uns mit Nationen wie Schweden, Finnland oder Tschechien zu vergleichen, dann fängt es damit an, dass wir jemanden finden, der in Deutschland 25 neue Eishallen baut. Dann 200 Ausrüstungen in diesen Hallen bereitstellt, damit Kinder anfangen können, Eishockey einfach mal auszuprobieren."

"Die Wahrnehmung ist viel stärker geworden"

Gleichzeitig spürt Ustorf, dass die Begeisterung für Eishockey in Deutschland immer weiter wächst. "Wir haben als Mannschaft schon das Gefühl, dass die Wahrnehmung viel stärker geworden ist, und auch das echte Interesse", merkt auch Bundestrainer Harold Kreis. "Nicht nur bei der WM, sondern auch im Vorfeld interessieren sich mehr Leute für die deutsche Nationalmannschaft, im positiven Sinne. Leute, die mitfiebern und das verfolgen. Ich finde, dazu hat auch die verstärkte Sichtbarkeit im TV beigetragen", erklärt er im Interview mit ProSieben. Der 67-Jährige hält die Erwartungen klein: "Das Ziel ist, die Endrunde zu erreichen."

Dafür muss sich die deutsche Auswahl unter anderem mit den USA und den Gastgebern aus der Schweiz messen. Das erste Spiel gegen die Favoriten aus Finnland findet am Freitag, 15. Mai, um 16.20 Uhr statt. ProSieben zeigt im TV und im Livestream auf Joyn und ran.de alle Spiele der deutschen Mannschaft sowie ausgewählte weitere Partien. Der Bezahlsender MagentaSport zeigt ebenfalls alle Partien mit deutscher Beteiligung und weitere Highlight-Spiele. Alle Partien sind ausschließlich beim Online-Sportsender Sporteruope.TV nach Abschluss eines Abos zu sehen.

Quelle: teleschau – der mediendienst