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Erste Hauptrolle für Ex-FCN-Spieler: "Eat Pray Bark" ist Netflix-Hit


Autor: Eric Leimann, Agentur dpa

Deutschland, Mittwoch, 08. April 2026

In der deutschen Komödie "Eat Pray Bark" ist ein ehemaliger Spieler des 1. FC Nürnberg in einer tragenden Rolle zu sehen - mit großem Erfolg.
In "Eat Pray Bark" hat Ex-Fußballprofi Rúrík Gíslason seine erste größere Schauspielrolle.


Am 1. April 2026 ist die deutsche Netflix-Komödie "Eat Pray Bark - Therapie auf vier Pfoten" gestartet. Rúrik Gíslason spielt in seiner ersten Hauptrolle den charismatischen Hundetrainer Nodon. Der 38-jährige Isländer kickte unter anderem zwischen 2015 und 2018 beim 1. FC Nürnberg und baute sich später eine Karriere in der TV-Branche auf. So siegte er etwa 2021 bei "Let's Dance" (RTL).

Erfolg bringt ihm nun auch seine Rolle als keltischer Naturbursche aus der Abgeschiedenheit Tirols. Inzwischen hat es der deutsche, 90-minütige Film in den weltweiten Netflix-Wochencharts auf Platz zwei der nicht englischsprachigen Filme geschafft. Rund sieben Millionen Aufrufe wurden zwischen dem 1. und 5. April erzielt.

Hundetrainer mit unterhaltsamen Ritualen: "Eat Pray Bark" bei Netflix

In der Komödie begeben sich die unter Druck stehende Politikerin Uschi (Alexandra Maria Lara), der schlecht gelaunte Literatur-Professor Helmut (Devid Striesow) und sein Mann Ziggy (Doga Gürer), die hypersensible Babs (Anna Herrmann) sowie der schweigsame Hakan (Kerim Waller) mit ihren Vierbeinern in Therapie bei Nodon.

Dieser pflegt ungewöhnliche Rituale, um den Vierbeinern sowie Frauchen und Herrchen näherzukommen: Da kniet der Mensch zum Bonding schon mal auf allen Vieren, um am Fellwesen zu schnuppern. Dazu gilt es, gemeinsame Herausforderungen in freier Natur zu bestehen.

Wie man sich denken kann, spiegeln die Neurosen der Tiere vor allem jene ihrer Besitzer wider. Uschi ist als Spitzenpolitikerin in einen Shitstorm geraten. Helmut und sein deutlich jüngerer Mann haben Beziehungsprobleme. Babs hat Probleme mit fast allem, und Hakan wirkt ebenso finster und bedrohlich wie sein stets Maulkorb tragender Hund.

Lieber sein Tier als das eigene Selbst umkrempeln ...

In 49 Ländern landete "Eat Pray Bark" über die Osterfeiertage in den Top Ten der Filme, wie Netflix mitteilte. Darunter waren Thailand, Brasilien, Kanada, Spanien und Österreich. In fünf Ländern - nämlich in der Ukraine, in Ungarn, in Luxemburg, in der Schweiz und in Deutschland - war der Film in der ersten Aprilwoche sogar der meistgeguckte beim Streamingdienst Netflix.

Das Drehbuch weist klare Erfolgszutaten auf: Hunde in schöner Landschaft und ihre beispielhaften Tier-Mensch-Interaktionsprobleme, die Tiertrainer und -therapeuten wie Martin Rütter zu Superstars und Medien-Gurus machten. Tiertherapie ist in. Auch deshalb, weil viele Menschen lieber ihr Tier als das eigene Selbst umkrempeln - und dabei keine Kosten und Mühen scheuen.

Selbstredend spielt der Filmtitel auf den autobiografischen US-Bestseller "Eat Pray Love" von Elizabeth Gilbert an, der 2010 mit Julia Roberts in der Hauptrolle von Ryan Murphy sehr erfolgreich verfilmt wurde. In der mehr als 15 Jahre alten Hollywood-Komödie mit melancholischen Färbungen geht es um die Selbstfindung einer reichen, aber unglücklichen New Yorkerin. Sie will eine einjährige Auszeit in Italien (Eat), Indien (Pray) und Indonesien (Love) zur Auszeit nutzen.

Quelle: teleschau – der mediendienst