"Bares für Rares"-Händler lässt nicht locker: "Einmaliges Bietergefecht" macht Verkäufer unerwartet reich

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Bares für Rares
Ein ungewöhnliches Schmuckstück heizte die Verhandlung bei "Bares für Rares" richtig an. Denn keiner der Händler wollte nachgeben - und so stieg der Preis in unerwartete Höhen.
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Das goldene Schmuckstück aus den 1850er-Jahren hatte zwar eine Beschädigung, der Schätzpreis lag dennoch über dem Wunsch von 3.200 bis 3.500 Euro, nämlich bei bis zu 4.000 Euro.
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Nach einem "einmaligen Bietergefecht" sicherte sich Benjamin Leo Leo (links) das Schmuckstück für 4.800 Euro.
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Glücklich ging auch die Verkäuferin der silbernen Bienenkorb-Spardose aus der Zeit um 1868 nach Hause. Der Schätzwert lag mit 400 bis 500 Euro höher als gedacht. Wolfgang Pauritsch bezahlte 320 Euro.
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Den Reiseschreibtisch von Skrebensky & Söhne aus Nussbaumholz aus der Zeit zwischen 1900 und 1910 schätzte der Experte auf 500 bis 700 Euro. Benjamin Leo Leo bezahlte 660 Euro.
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Der Cocktailring mit Diamanten und einem synthetischen Sternsaphir aus den 1960er-Jahren stammte aus Amerika und hatte einen Wert von 500 bis 600 Euro. Lisa Nüdling investierte sogar 750 Euro.
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Die zehn Rallye-Schilder aus der Zeit zwischen 1967 und 1971 sollten 300 Euro bringen, die David Suppes auch bezahlte.
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Zwei "Bares für Rares"-Händler lieferten sich ein Wettbieten, wie es selbst ihr Kollege noch nicht erlebt hatte. Gut für den Verkäufer, der nach der spannenden Verhandlung mit einer unerwartet hohen Summe nach Hause ging.

Ein außergewöhnliches Schmuckstück weckte bei Horst Lichter in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow zunächst ungewöhnliche Assoziationen: "Es gibt eine Pralinenart, die sieht fast genauso aus", erklärte der "Bares für Rares"-Moderator. "Ich hätte jetzt Hunger drauf."

"Das war so ein kleiner Glücksgriff 2020", erzählte Pierre aus Fürth. "Auf einer Auktion konnte ich das Schmuckstück quasi ersteigern und wollte dann eigentlich daraus so eine Art Porträtanhänger für eine Goldkette machen lassen." Allerdings lehnten sämtliche Goldschmiede ab.

"Vielleicht war das aber auch gut, dass es keiner gemacht hat", wartete Lichter, was die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel zu berichten hatte. Die analysierte das Monogramm des Medaillons. "Das sieht aus wie ein H, ist aber ein kyrillisches N" - für Zar Nikolaus I., der 1855 verstarb.

Ebenfalls ins schwarze Emaille-Feld eingraviert war dessen Sterbetag am 2. März 1855. "Es ist natürlich Andenkenschmuck, Trauerschmuck", erklärte Rezepa-Zabel. "Es diente der Erinnerungskultur." Gedacht war das Armband für das adlige Umfeld des Zaren, Diplomaten und höhere Beamte und Militärs. Die Punzen wiesen auf die Herstellung in St. Petersburg sowie 583er Gold hin.

Besonders fand die Expertin obendrein das elastische Armband. "Eine sehr frühe, moderne Konstruktion", die erst ab den 1860er-Jahren weiterverbreitet wurde. Abnutzungsspuren waren aufgrund des Alters normal. "Irgendein Grobian hat mal hier geschaut, ob das gefüllt ist", zeigte die Expertin eine Beschädigung. Trotzdem lag der Schätzpreis über dem Wunsch von 3.200 bis 3.500 Euro, nämlich bei bis zu 4.000 Euro.

"Bares für Rares"-Verkäufer: "Einfach überwältigend!"

Im Händlerraum startete Wolfgang Pauritsch mit 1.000 Euro. Schnell erhöhten sich die Gebote auf 2.600 Euro. "Leo, kaufst du sowas auch?", fragte Pauritsch seinen bisher noch schweigenden Kollegen. "Bis jetzt nicht, aber ich sag mal 2.700", stieg Benjamin Leo Leo mit ein.

Langsam stagnierten die Gebote. "Also die 3.000 Euro würde ich geben", rechnete Daniel Meyer (zweiter von rechts) schon mit dem Zuschlag. Für David Suppes, Wolfgang Pauritsch und Lisa Nüdling war die Grenze damit erreicht. Leo Leo und Meyer blieben übrig - und plötzlich nahm die Verhandlung wieder Fahrt auf. Auf Meyers 3.550 Euro machte Leo Leo einen großen Schritt auf 3.700 Euro. Meyer blieb in 50-Euro-Schritten dran. Suppes beobachtete das Duell fassungslos: "Boah!"

Bei 4.000 Euro rechnete Leo Leo mit dem Zuschlag. "Noch eine Gedenkminute", wartete Pierre ab - und erhielt von Meyer ein höheres Gebot. "Das entpuppt sich hier noch zum Highlight", hielt Suppes schon den Atem an. Keiner wollte nachgeben. Erst bei Leo Leos Gebot von 4.800 Euro stieg Daniel Meyer aus. "Was für ein einmaliges Bietergefecht!", gratulierte Suppes seinem Kollegen zum Kauf. Und Pierre strahlte: "Einfach überwältigend! Mit so viel Geld hätte ich nicht gerechnet! Ich bin richtig glücklich!"

"Bares für Rares": Cocktalring übertrifft alle Erwartungen

Glücklich ging auch die Verkäuferin einer silbernen Bienenkorb-Spardose aus der Zeit um 1868 nach Hause. Der Schätzwert lag mit 400 bis 500 Euro höher als gedacht. "Silberne sind extrem begehrt", bekundete Daniel Meyer Interesse an der Spardose. Allerdings musste er sich Wolfgang Pauritsch geschlagen geben, der 320 Euro ausgab.

Einen Reiseschreibtisch von Skrebensky & Söhne aus Nussbaumholz aus der Zeit zwischen 1900 und 1910 schätzte der Experte auf 500 bis 700 Euro. Benjamin Leo Leo bezahlte 660 Euro: "Jetzt kann ich nicht nur verreisen, sondern das Ganze auch stilvoll."

Der Cocktailring mit Diamanten und einem synthetischen Sternsaphir aus den 1960er-Jahren stammte aus Amerika und hatte einen Wert von 500 bis 600 Euro. "Ich hätte den sehr gerne, allein schon um den Unterschied zu einem echten Sternsaphir zeigen zu können", investierte Schmuckhändlerin Lisa Nüdling 750 Euro.

Zehn Rallye-Schilder aus der Zeit zwischen 1967 und 1971 sollten 300 Euro bringen. David Suppes wollte vor allem das Wiesbaden-Schild und die Wein-Rallye haben und gab 300 Euro aus.

Quelle: teleschau – der mediendienst