Eines wirkt wie eine Bushaltestelle: Hier sehen Sie die "außergewöhnlichsten Hotels der Welt"
Autor: Friederike Hilz
, Freitag, 16. Januar 2026
Wie wäre es mit einer Nacht im Doppeldeckerbus oder in einer historischen Windmühle? Wer keine Lust auf Pauschalreisen hat, kann an erstaunlichen Orten übernachten. Das ZDF zeigt, wo diese außergewöhnlichen Hotels liegen und was sie so besonders macht.
Im Hamburger Hafen laden Hunderte Krane Container auf Schiffe, die in allen Weltmeeren unterwegs sind. Doch mitten in der HafenCity schwimmt ein etwas anderer Kran auf dem Wasser: In diesem können zwei Personen gemütlich übernachten. Solche und andere besondere Bleiben hat die Filmemacherin Philippa Murphy in drei neuen Folgen der Doku-Serie "Die außergewöhnlichsten Hotels der Welt" besucht. Das ZDF zeigt die zweite Staffel.
Im HafenCity Hideaway, wie Tim Wittenbecher sein Micro-Hotel in der Hansestadt genannt hat, sei man "ein bisschen so etwas wie der König des Hafens", sagt der Besitzer stolz. Kein Wunder, denn die ehemalige Kabine, die zum Schlafzimmer umgebaut wurde, bietet beinahe einen Rundumblick auf den beliebten Hamburger Stadtteil, die Elbphilharmonie, den Kanal und den Hafen.
Übernachten in über hundert Jahre alten Zügen
In Schottland können Gäste in umgebauten Bussen nächtigen. Darin ist, anders als vielleicht zu erwarten, sogar Platz für eine kleine Familie. In der Grafschaft East Lothian, östlich von Edinburgh, stehen zwischen Feldern und Wald auf dem Gelände eines Bauernhofs insgesamt neun solcher umgebauten Fahrzeuge.
Manche würden "The Bus Stop" tatsächlich für eine Bushaltestelle halten, erzählt einer der Besitzer, Alexander Stewart, schmunzelnd. Doch Fahrpläne gibt es hier keine. Stattdessen finden Gäste, etwa in einem alten Doppeldeckerbus aus Edinburgh, Küche, Bad und mehrere Schlafmöglichkeiten.
Ebenfalls in Großbritannien wartet, etwas versteckt in der Stadt Petworth, ein weiteres umfunktioniertes Transportmittel. Alte Eisenbahnwagons, in denen einst Passagiere der ersten Klasse reisten, dienen bei The Old Railway Station als Zimmer. Gegessen wird in einem 120 Jahre alten Wagon, in dem sich das hoteleigene Restaurant befindet. Statt auf ihren Zug warten Gäste im ehemaligen Bahnhofsgebäude nun auf Tee und Scones.
Wo man sich "wie ein echter Leuchtturmwärter" fühlt
In anderen Unterkünften geht es hoch hinaus: So etwa auf La Palma, wo sich im ältesten Leuchtturm der Insel Luxusunterkünfte verstecken. Das ehemalige Wärter-Quartier wurde in drei Suiten verwandelt. "Während seines Aufenthalts kann sich der Gast wie ein echter Leuchtturmwärter fühlen", erklärt Inhaber Tim Wittenbecher. Dazu trägt auch eine private Aussichtsplattform bei, die nur ein Stockwerk unterhalb des großen elektrischen Lichts liegt, welches Schiffen noch heute den Weg zeigt.
Auch für einen Besuch des "The Windmill" in der englischen Grafschaft Suffolk muss man schwindelfrei sein. Die Ferienwohnung befindet sich in einer fünfstöckigen historischen Windmühle. Ursprünglich stammt das Gebäude aus dem Jahr 1891. Statt der bekannten Flügel, die bereits Jahre vor dem Umbau verrottet waren, ziert nun eine Kuppel aus Zink die Spitze. Die Form ist von einem Boot inspiriert. Schließlich hätten Schiffsbauer früher häufig Windmühlen gebaut, erklären die Besitzer Natalie und Steve Roberts.