Druckartikel: Ein Sorgerechtsstreit der besonderen Art

Ein Sorgerechtsstreit der besonderen Art


Autor: Elisa Eberle

, Montag, 05. Oktober 2026

Karin Lossow (Katrin Sass) gerät im 30. "Usedom-Krimi" abermals zwischen die Fronten: Die Ex-Staatsanwältin unterstützt eine junge Mutter (Hannah Schiller) ehrenamtlich beim Sorgerechtsstreit mit den Pflegeeltern ihrer Tochter. Dann wird der Pflegevater ermordet ...


"Der Usedom-Krimi" feiert mit "Wunschkind" (Regie: Matthias Tiefenbacher, Buch: Dinah Marte Golch und Isabell Serauky) ein kleines Jubiläum. Der 30. Film seit 2014 könnte kaum bewegender sein. Alles beginnt, wie so oft, mit einem Mord: Der Anwalt Achim Wichmann treibt tot in der Ostsee. Kurze Zeit später meldet Anja Wichmann (Bettina Lamprecht) ihren Ehemann und Kanzleipartner auf dem Polizeirevier als vermisst: Er sei gestern Abend nicht nach Hause gekommen, erzählt sie. Während Rainer Witt (Till Firit) und Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) die Ermittlungen aufnehmen, bekommt Karin Lossow (Katrin Sass) im Zuge ihres neuen Ehrenamts einen aufwühlenden Besuch.

Die Ex-Staatsanwältin unterstützt seit kurzem die Usedomer Familienhilfe in Rechtsfragen. Einen Rechtsbeistand benötigt nun auch Nathalie Schrader (Hannah Schiller): "Die wollen mir mein Kind wegnehmen", klagt sie. Wie sich herausstellt, lebt die kleine Greta (Frieda Fuchs) seit Jahren in einer Pflegefamilie, die sich ausgerechnet als das Ehepaar Wichmann entpuppt. Seine leibliche Mutter Nathalie durfte das Mädchen bislang nur gelegentlich und in Begleitung der Großmutter Sandra (Katrin Wichmann) sehen. Der Mord am Pflegevater und der zuvor gestellte Sorgerechtsantrag stellen die ohnehin schon schwierigen Familienverhältnisse nun auf einen neuen Prüfstand und Karin und Ellen stehen abermals auf unterschiedlichen Seiten in einem moralischen Dilemma ...

Hannah Schiller als verzweifelte Mutter

Obwohl sie erst 26 Jahre alt ist, kann sich Hannah Schiller derzeit nicht über fehlende Aufträge beklagen: Kürzlich war die Schauspielerin in tragenden Rollen im ARD-Drama "Amore mio - Niemand ist wie du" (abrufbar in der ARD Mediathek) sowie im ZDF-Krimi "Stralsund - Dunkle Tiefen" (abrufbar auf zdf.de) zu sehen. Hier wie dort verkörpert die gebürtige Bonnerin junge Frauen, die aufbrausend und verletzlich zugleich erscheinen.

"Ich habe mich darauf gefreut, mit Nathalie Schrader eine Mutter zu spielen, weil ich das vorher erst einmal gemacht habe - und da wurde mein Kind nur von einer Puppe dargestellt", erklärt Schiller im Senderinterview: "Deshalb hatte ich große Lust darauf, die Mutter-Kind-Beziehung mit einem echten Kind zu spielen." Die kalten Temperaturen während der ersten Drehtage seien zwar "herausfordernd", aber dennoch "nicht weiter schlimm" gewesen, berichtet sie weiter.

In der ARD Mediathek steht "Wunschkind - Der Usedom-Krimi" bereits ab Montag, 19. Oktober, zum Abruf bereit.

Wunschkind - Der Usedom-Krimi - Do. 05.11. - ARD: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst