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DSDS: Menowin überstrahlt beim Comeback sogar seine eigene Tochter


Autor: Teleschau  

Köln, Sonntag, 19. April 2026

DSDS-Juror Dieter Bohlen denkt nicht nur an Gesangstalent allein. Am letzten Casting-Tag sympathisierte er erneut mit Ex-Finalist Menowin.
Er ist wieder da! Menowin Fröhlich (38) kam als Begleiter seiner Tochter Jiepen (17) zum DSDS-Casting - und ging als Recall-Teilnehmer der besten 30. Seine Tochter schied aus.


Singen wie eine Nachtigall? Das ist beim Casting von DSDS nicht das Wichtigste. Wie Dieter Bohlen am letzten Casting-Tag von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) offen sagte: "Wir brauchen ein paar Bekloppte. Das frischt ein bisschen auf." Er äußerte das, nachdem er einen Kandidaten mit einem "Ja" in den "Golden Room" geschickt hatte. Dieser war zwar optisch eine auffällige Persönlichkeit, gesanglich aber deutlich schwächer.

So erlebte auch der Franke Lukas Weiß, der mit Kuscheltier und provokantem Lied auftrat, einen erfolgreichen Casting-Ausgang, der seine Konkurrenz stutzig machte. Jiepen Fröhlich (17) brachte ihren Vater Menowin als Begleiter mit. Und bei Bohlen klingelte es bei dem Nachnamen sofort: "Ich kannte auch mal einen, der so hieß. Den Menowin." Jiepen: "Das ist mein Papa." 

Menowin Fröhlich: DSDS-Legende überrascht als Begleiter seiner Tochter

Erst mal sang Jiepen. Die hat zwar dieselben magischen (wenn auch dunkleren) Augen ihres Vaters geerbt, aber leider nicht dessen Gesangstalent. Mit ihrem "Er gehört zu mir" konnte sie Bohlens Traum nicht erfüllen. "Ich suche seit Jahren eine, die so singt wie Marianne Rosenberg." Jiepen ist es nicht. "Du bist noch nicht so reif wie dein Vater damals, die Rampensau", meinte Juror Bushido. Jiepen ist 17. Und ihr Vater war immerhin schon 22, als er zur DSDS-Legende wurde.

Apropos: "Wo ist denn dein Papa?", fragte Dieter. Jiepen antwortete: "Der steht da irgendwo rum." Kurz darauf stand er tatsächlich vor der Jury. An diesem Moment fanden sich zwei wieder. Dieter Bohlen strahlte und wirkte, als wäre er durch die Erinnerungen sofort 16 Jahre jünger geworden. Es ist nämlich schon so lange her, dass Menowin zuletzt vor Dieter in der Jury stand. Damals war es für beide ein besonderer Moment.

"Das hat mir damals mit dir unheimlich Spaß gemacht, das war legendär." Für Dieter ist "damals", die siebte Staffel 2010, noch immer "die geilste Staffel". Und für RTL auch: Mit 6,51 Millionen Zuschauern im Staffelschnitt und 7,58 Millionen im Finale wurde es die zweitbeste Staffel aller Zeiten. Gilt auch für Menowin. Denn er wurde auch Zweiter. Menowin Fröhlich nahm 2005 als 17-Jähriger erstmals teil. Er sang sich unter die besten 20, schied jedoch aus, weil er zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wurde. 2010 kehrte er zurück. Er gewann alle Mottoshows und galt als Top-Favorit fürs Finale. Aber Mehrzad Marashi gewann das Finale mit 56,4 Prozent der Stimmen.

Dieter Bohlen: "Menowin war ein Vollchaot."

Menowin wurde zur DSDS-Legende. Auch weil er, wie Dieter Bohlen bestens gelaunt erzählte, "ein Vollchaot" war. Das machte der Pop-Mogul daran fest, dass es nur Menowin wagte, ihn tagelang im Tonstudio warten zu lassen. Denn die wilde Zeit war nicht vorbei. Immer wieder kam Menowin wegen Alkohol-, Drogen-Delikten, Knastaufenthalten, Verurteilungen in die Schlagzeilen, zuletzt 2024.

Aber das Singen, das hat er nicht verlernt. Auch wenn er sagte, "Es sollte doch nicht um mich gehen, sondern um meine Tochter", gefiel es ihm schon, dass Dieter Bohlen quasi darum bettelte, dass Menowin noch mal das Mikro schnappen möge. Und er tat's. Mit "I Just Called To Say I Love You" von Stevie Wonder und so einzigartig wie damals vor 16 Jahren im Casting. Dieter Bohlen standen die Tränen der Rührung und Melancholie in den Augen!

Dann hatte Dieter eine Idee. "Du bist 38? Du könntest ja wieder mitmachen. Vor mir haste ein Ja." Während sich Menowin noch zierte, hakte Juror Bushido nach: "Bist du zuverlässig oder bist zu verhindert?" Das zielte wohl auf "juristische Nebenaktivitäten". Und da kennt sich auch Bushido aus: Er stand selbst in mehr Fällen vor Gerichten, als Menowin.

Isi Glück fühlt mit Jiepen Fröhlich: "Die tut mir leid"

Menowin kam als Begleiter, sang und siegte: Dieter gab ihm gleich das Recall-Ticket. "Ach komm, du musst doch nicht in den Golden Room." Da ging der wiederentdeckte Menowin dann aber doch vorbei und sonnte sich bereitwillig im Glanz des Lobs durch die jungen Mitbewerber. Das hatte was von Superstar-Feeling von damals.

Und zurück blieb, fast unbeachtet, das eigentliche Talent. Jiepen Fröhlich guckte gar nicht mehr so fröhlich, als ihr der Paps so plötzlich und vollumfänglich die Show stahl. Als Menowin mit schillerndem Recall-Ticket abging, trottete sie fast unbeachtet hinterher. Nur Jurorin Isi Glück verabschiedete sich von ihr. Und Isi ahnte, was in Jiepen vorging. "Och, die tut mir gerade richtig leid", sagte sie. "So, jetzt kommt dann mal der Papa und der kommt in den Recall und sie nicht."

Dieter konnt's nicht wirklich fassen. "Dir tut das Mädchen leid? Aber dafür haben wir jetzt den absoluten Aufreger: Menowin is back!" Immerhin sieht Dieter den Sänger immer noch im obersten Regal: "Ich war damals völlig von den Socken und ich fand es heute immer noch toll."

Quelle: teleschau – der mediendienst