"Was stimmt mit euch nicht?": Bietergefecht bei "Bares für Rares" eskaliert
Autor: Michael Eichhammer
, Dienstag, 14. April 2026
Ein historisches Trinkspiel-Gadget sorgte in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares" für helle Aufregung. Der Ausgang des Bietergefechts hatte mehr mit einer Trotzreaktion zu tun als mit professionellem Händler-Kalkül.
"Ein Stiefel für Stiefeltrinken", erkannte Horst Lichter in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares". Friederike Werner bestätigte: "Ja, ein richtig schönes Scherzglas." Lichter kannte einen Trick, sich beim Wettspiel nicht nass zu machen. Der aber war gegen die Regeln ...
Setzt man den Mund an der Seite an, die der Stiefelspitze zugewandt ist, schwappt das Glas nicht über. In der Theorie. Das aber sei gegen die Regeln, da die Bierdusche "der ganze Spaß" sei, so Dr. Friederike Werner.
Horst Lichter zeigt sich beeindruckt: "So alt?!"
Klaus ist Haustechniker aus Oberhausen. Er bekam das Mitbringsel von einem "väterlichen Freund" geschenkt. Der Freund hatte es von einem Gastwirt Anfang der 70er-Jahre als Dankeschön für Stammgast-Treue bekommen.
"Ein veritables Scherzglas", fand die Expertin. Solche Spaß-Gadgets sind bereits seit der Antike bekannt, referierte Friederike Werner. Die Spurensucherin erkannte an der grünen Korrosion, dass meist von der regelkonformen Stelle aus getrunken wurde.
Ein Herstellernachweis für das Glas fehlte zwar, doch glaubte Werner, das Glas aufgrund des markanten Stils dennoch zuordnen zu können: Zwiesel im Bayerischen Wald. Das sei bekannt, wusste selbst Lichter. Die Künstlerin sei relativ sicher Henriette Steigerwald.
Besonders begeisterte sich die Expertin für das Ornamentband. "Ein Rapport von schönen Grotesken, wie man sie aus der Antike kennt", so Werner. Unter anderem waren antike mythologische Mischwesen wie Sphingen und Greifen zu erkennen. Die Expertin entdeckte beim genaueren Hinsehen sogar einen Herstellerhinweis für das Ornamentband. "Das ist winzig klein", erklärte sie. Die Überraschung: Die bekannte Marke WMF war der Hersteller.
Horst Lichter erkundigte sich neugierig nach dem Alter des historischen Trinkspiel-Behälters. "1890 bis 1900", schätzte Dr. Friederike Werner. Lichter war sichtlich beeindruckt: "So alt?!" Als Wunschpreis nannte Klaus 300 Euro. Die Experin bremste allerdings auf höchstens 250 Euro. "Okay", erwiderte Klaus etwas enttäuscht. Horst Lichter kommentierte augenzwinkernd: "Wenn der voll wäre mit Bier, wäre das eine ganz andere Nummer."