Die Anfänge eines Meisterdetektivs: Das sind die Streaming-Tipps der Woche
Autor: Teleschau
, Dienstag, 24. Februar 2026
Prime Video begleitet in "Young Sherlock" den jungen Meisterdetektiv bei seinen ersten Ermittlungen, während Paramount+ mit "Marshals: A Yellowstone Story" das Universum der Erfolgsserie weiter ausbaut. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Guy Ritchie und Sherlock Holmes - das passt einfach: Zwei Kinofilme über den berühmten Meisterdetektiv und seinen treuen Gefolgsmann John Watson spielten 2009 und 2011 mehr als eine Milliarde US-Dollar an den Kinokassen ein. Ein dritter Film ist seit Langem angekündigt, Konkretes war bisher aber nicht zu vernehmen. Statt dem erwachsenen Helden aus der weltberühmten Baker Street 221B widmet sich Ritchie in der Serie "Young Sherlock" bei Amazon Prime Video nun dem jüngeren Ich des Superhirns. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
"Young Sherlock" - Amazon Prime Video
Auch wenn die Helden der Verfilmungen, Robert Downey Jr. und Jude Law, in der achtteiligen Serienadaption "Young Sherlock" (ab 4. März, Prime Video) von Andrew Lanes Romanreihe nicht mit an Bord sind, scheint die Sherlock-Mania ungebrochen. 223 Millionen Mal wurde der erste Trailer zu "Young Sherlock" innerhalb einer Woche geklickt. Öfter war dies zuvor bei keiner Prime-Video-Eigenproduktion der Fall - nicht einmal bei "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht".
Die Geschichte folgt der 18-jährigen Titelfigur (Hero Fiennes Tiffin, "After"-Filmreihe) in seiner Studienzeit in Oxford. Schon bald gilt dessen Aufmerksamkeit nicht mehr den Vorlesungen, sondern einer Mordermittlung - erst recht, als Sherlock selbst zum Verdächtigen wird. Um seine Unschuld zu beweisen und den Fall zu lösen, begibt er sich auf eine weltumspannende Ermittlung und mitten hinein in eine Verschwörung. An seiner Seite: James Moriarty (Dónal Finn, "Das Rad der Zeit") und die chinesische Prinzessin Gulun Shou'an (Zine Tseng).
Murder Mystery vor der historischen Kulisse des viktorianischen Londons trifft Kult-Detektiv: "Young Sherlock" vereint zwei beliebte Motive aus der Film- und Serienwelt. Obendrein folgten dem Ruf von Regisseur und Produzent Guy Ritchie eine Menge Stars: Neben Oscar-Gewinner Colin Firth ("The King's Speech") gehören Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") und Natascha McElhone ("Californication") zum Ensemble.
"Marshals: A Yellowstone Story" - Paramount+
Statt epischer Breite gibt es Episodenware: Mit "Marshals: A Yellowstone Story" (ab 2. März bei Paramount+) schrumpft das einst opulente "Yellowstone"-Universum von Taylor Sheridan auf das Maß einer routinierten Network-Krimiserie. Das ist nicht verwunderlich: In den USA läuft die 13-teilige Serie bei CBS, dem Heimatsender von "Navy CIS" und "CSI: Vegas". Dabei knüpft "Marshals" an die Ereignisse aus "Yellowstone" an. Montanas größte Ranch ist verkauft, das Broken-Rock-Reservat trägt jetzt Verantwortung. Doch die Duttons haben in mehr als hundert Jahren Spuren hinterlassen - in der (gewohnt grandios fotografierten) Landschaft und bei den Menschen.
Einer, der sich immer von seiner Familie distanzieren wollte, steht nun im Mittelpunkt: Kayce Dutton (wieder von Luke Grimes gespielt), will eigentlich nur ein Stück Land bewirtschaften und dem Fluch seiner Familie entkommen. Doch ein alter Navy-SEAL-Kamerad, Calvin (Logan Marshall-Green), holt ihn in sein Team von US-Marshals. Kayce kennt das Land und die Leute, er hat einen starken Gerechtigkeitssinn - und einen lange unterdrückten Killerinstinkt. Fortan ist er hin- und hergerissen zwischen zwei Welten: der ersehnten Ruhe auf seiner kleinen Ranch und dem Job bei den Marshals. Gleich bei seinem ersten Einsatz wird er Zeuge eines Bombenattentats, bei dem Thomas Rainwater (Gil Birmingham) schwer verletzt wird. Der Anschlag steht im Zusammenhang mit einer geplanten Mine für seltene Erden am Fluss durch Broken Rock: Die Bewohner fürchten verseuchtes Wasser und einen Anstieg an Krebsfällen - und sie wehren sich.
Dieser Konflikt dient als übergreifender Spannungsbogen und ist, wie auch das ominöse "Dutton-Gen", das Gewalt anzieht und Gesetze beugt, einer der Verweise auf Ereignisse aus der Hauptserie. Für mehr als ein paar bedeutungsschwangere Einzeiler über Familie und Ehre reicht es in der Cowboy-Version von "CSI", in der jede Woche ein neuer Fall gelöst wird, leider nicht.