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Schnitzeljagd durch die USA


Autor: Teleschau  

, Mittwoch, 27. Mai 2026

"Das Vermächtnis der Tempelritter" ist ein launiger Abenteuerfilm und ein Fest für Verschwörungstheoretiker zugleich. RTL wiederholt den starbesetzten Film zur besten Sendezeit.


Am Anfang kommt es zu einer Explosion - viele weitere wird es übrigens nicht mehr geben. Der Archäologe und Abenteurer Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) hat im ewigen Eis ein Schiff namens "Charlotte" entdeckt und damit schon das erste Rätsel gelöst. Denn hier findet sich der nächste Hinweis für die Suche nach einem sagenumwobenen Schatz, der seit Jahrhunderten existieren soll, von dem aber keiner weiß, wo er ist. Aber es ist noch ein weiter Weg, den er gemeinsam mit seinem besten Freund Riley (Justin Bartha) zu gehen hat. Sein Kontrahent heißt Ian Howe (Sean Bean), der ebenfalls gerne den Schatz hätte, sich in der Folge eigentlich der gleichen Mittel bedient wie sein ehemaliger Kumpel Benjamin, aber dennoch eindeutig der Böse ist.

"Das Vermächtnis der Tempelritter" war der erste von zwei Schatzsucher-Filmen, die Disney im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends mit Nicolas Cage drehte. Er entstand 2004, drei Jahren später folgte "Das Vermächtnis des geheimen Buches". Weitere Kinofilme waren angedacht, wurden jedoch nicht gedreht. Ende 2022 erschien stattdessen die mäßig erfolgreiche TV-Serie "Das Vermächtnis von Montezuma" beim Streaming-Anbieter Disney, aus den ersten Filmen kehrten hier jedoch nur Armando Riesco, Justin Bartha sowie Harvey Keitel zurück.

Jim Kouf, Cormac und Marianne Wibberley verfassten das Drehbuch zum "Vermächtnis der Tempelritter" und gestalteten es als amüsanten und bunten Neuaufguss der Indiana-Jones-Idee. Franklin Gates kommt hier durch eine schwer nachvollziehbare Gedankenkette dahinter, dass der nächste Tipp bei seiner Schatzsuche auf der Rückseite der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zu finden sein muss. Er bittet daher die Wissenschaftlerin Dr. Abigail Chase (Diane Kruger) um Hilfe.

Mal schauen, wie es Indy machte ...

Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Jon Turteltaub schufen ein sündhaft teures Eventmovie, das als Mixtur aus Action und Abenteuer von einer selten gesehenen Harmlosigkeit, ja fast schon kindertauglich ist. Sicher, "Das Vermächtnis der Tempelritter" hat Tempo und die meiste Zeit auch einen ordentlichen Unterhaltungswert. Mitreißend oder gar bewegend ist der Film jedoch nicht. Zumal sich die Macher am Ende vorwerfen lassen müssen, in einer Art und Weise bei "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" zu klauen, wie man es kaum für möglich gehalten hätte.

Übrigens: 7,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten 2008 die Free-TV-Premiere des Films bei ProSieben. Eine gigantische Zahl, die ein Privatsender mit einem Spielfilm heute im Grunde nicht mehr erreichen kann.

Das Vermächtnis der Tempelritter - So. 28.06. - RTL: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst