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"Das perfekte Dinner"-Gastgeberin trocknet ihre Kartoffeln auf der Fußbodenheizung


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 15. Oktober 2026

An Tag 4 von "Das perfekte Dinner" (VOX) in und um Dresden wird es bei Susu ländlich. Während die passionierte Bergsteigerin Kartoffelmuffins in Rosenform bastelt, gibt es von Ehemann Martin echte Tradition: Zum Aperitif präsentiert der Jäger und Jagdhornbläser das klassische Jagdsignal.


Wer bei Susu zum Dinner einkehrt, sollte kulinarische und andere Abenteuer mögen. Im Dorf Cotta bei Dohma, rund 20 Kilometer von Dresden entfernt, lebt die 41-jährige Laborantin naturnah. Die Leidenschaften der "Das perfekte Dinner"-Kandidatin sind Bergsteigen und Polarlichter. Beruflich leitet sie eine Forschungsgruppe zum Stresshormon Cortisol: "Das erhöht sich beispielsweise bei Zootieren, wenn sie umgezogen werden."

Mitstreiterin Sarah (54) traut Susu Struktur zu: "Bei ihr gibt es bestimmt eine Ordnung, nach dem Motto 1,2,3,4,5 ..." Susu selbst beschreibt sich eher als "Spaßvogel, vielleicht auch Wirbelwind" - Langeweile kommt bei ihr jedenfalls nicht auf. Und ein bisschen Adrenalin darf auch sein, allerdings eher beim Wandern.

Wichtige Unterstützung bekommt Susu von Ehemann Martin (45), seines Zeichens Jäger und Jagdhornbläser. Der liefert nicht nur den selbst erlegten Hauptgang, sondern sorgt schon vor dem ersten Bissen für den passenden Ton. Zum Aperitif, ein Spritz aus Susus hausgemachtem Stachelbeerlikör, erklingt ein traditionelle Jagdsignal.

Motto: Gemma nauffi

  • Vorspeise: Meer und Mehrweh - Plazki / Thunfisch und Lachs / Dips
  • Hauptspeise: Wald und Wanderliebe - Reh / Kartoffel / Möhre
  • Nachspeise: Gletscher und Gipfelglück - Stanitzel / Zitrone / Beeren

"Das Reh schmeckt ein bisschen nach Leber"

Besonders intensiv tüftelt Susu an ihren Kartoffelbeilagen. Ihr Thunfisch- und Lachstartar zur Vorspeise platziert sie auf polnischen Plazki (Kartoffelpuffern). Für knusprige Chips zum Hauptspeisen-Püree greift sie zu ungewöhnlichen Tricks: Die hauchdünnen Kartoffelscheiben werden gewässert und anschließend auf der Fußbodenheizung getrocknet. Salz kommt zunächst nicht dazu, vorgebacken wird bei häufig geöffneter Ofentür ("Dann entweicht der Wasserdampf").

Anschließend drapiert Susu die Chips in einer Muffinform und füllt sie blütenartig mit Püree. Bei so viel Knollen-Kreativität können die Gäste staunen! Sarah gibt sich dabei eher frugal: "Hätte es für mich nicht gebraucht." Meeresgetier benötigt sie ebenso wenig, aber Susus Tartar kommt bei ihr durch: "Schmeckt nicht so doll nach Fisch." Susu hakt nach: "Ist das gut?" Dorit (44) ist da deutlich begeisterter und schwärmt: "Ein Träumchen!" Für sie ist das "echte hohe Schule".

Beim Hauptgang kommt das Rehnüsschen auf den Tisch. Als Susu es anschneidet, ist sie selbst "ein bisschen glücklich". Auch Linda (30) gerät ins Schwärmen: "Ein Traum in Wild!" Sarah entdeckt dagegen eine geschmackliche Ähnlichkeit, die nicht unbedingt jeder Gastgeberin Freude bereiten dürfte: "Ich finde, es schmeckt ein bisschen nach Leber." Aber zum Glück mit Nachsatz: "Einer guten."

Bei den österreichischen Stanitzeln, kegelförmigen Waffeltüten aus Biskuitteig, hätte sich Dorit ebenfalls mehr erhofft. Ihr Urteil: Der Teig sei zu fest, außerdem habe sie sich "mehr Feuerwerk erwartet". Auch Sarah meint: "Der schwächste Gang."

Macht alles nichts - am Ende gibt es 36 Punkte und die bisherige Führung für Susu. Mit Jagdhorn-Gatten, Wildgenuss, Fuchs-Tischdeko und Kartoffelrosen hat sie jedenfalls ein unvergessliches Dinner mit Persönlichkeit aufgetisch. Wird sie am Ende Dorits Vorgabe für den Sieg erfüllen? Die lautet nämlich: "Nur die Harten kommen in den Garten!"

Quelle: teleschau – der mediendienst