Das neue DSDS hat was von Taubenfüttern mit Opa Dieter
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 02. April 2026
Er ist wieder da! Und Pop-Titan Dieter Bohlen hat zur 22. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) neues Personal und einige Überraschungen mitgebracht. Aber zum Showstart gab es gleich einen riesigen Fake.
"Dieter ist eine absolute Legende. Dieter ist DSDS!" Isi Glück (eigentlich: Isabel Gülck) und Bushido (eigentlich: Anis Ferchichi) sind sich da einig. "Es eine große Ehre für mich." Denn die Party-Schlagerqueen aus Ballermannien und der Rapstar aus - neuerdings - München sind die neuen Juroren an der Seite des DSDS-Urgestein. "Zwei neue absolute Top-Kollegen für unseren Titanen", heißt es im RTL-Opener zur Auftaktepisode. Und der hat's in sich. Aber: Gilt das auch für das renovierte Format des Casting-Klassikers? Ist das noch Kult oder kann das weg?
Basisfakten: Es wird die Staffel mit der geringsten linearen TV-Präsenz! Es gibt nur zehn Shows, fünf Casting-, zwei Recall-Folgen (aus dem Europa-Park in Rust) und drei Live-Shows, inklusive des Finales am Samstag, 9. Mai. Dafür gibt es erstmals was Exklusives im Streaming. RTL+ zeigt ab 21. April insgesamt zehn Folgen "DSDS Reality" - und hierin exklusive Bilder aus der Kandidaten-WG, mutmaßlich mit Gerangel um das letzte Nusscroissant sowie Einblicke in die tägliche Verzweiflung über Stimmgewalt und Textsicherheit.
Was sich noch geändert hat: Jede Castingfolge beschreibt einen einzigen Castingtag von Talenten und Jury im RTL-Hauptquartier in Köln-Deutz. Wer beim ersten Auftritt die Jury überzeugt, kommt eine Runde weiter. Aber erst mal in den "Golden Room". Dort zittern die Tagesbesten bis zum "Sing-Off" am Abend, der entscheidet, ob sie den Recall und damit die Top 30 der Saison 2026 erreicht haben.
Der Recall-Zettel ist nicht mehr blau, sondern schillert bunt, bisschen gülden auch. Apropos Gold: Die Gold-CD, den Freifahrtschein eines persönlichen Jury-Favoriten, gibt's nicht mehr. Den Auslands-Recall auch nicht. Andererseits: Er findet im Europa-Park in Rust statt, der vereint immerhin anderthalb Dutzend internationale Themenbereiche. Und ist vielleicht günstiger als die Kandidaten-Finca auf Mallorca oder Kreta.
Isi Glück fällt vom Himmel - und der Fan aus allen Wolken
Nicht billig war das Opener-Video. Da wird geklotzt. Mit viel Einsatz von Darstellern und vor allem KI wird die Mär erzählt, wie die DSDS-Rattenfänger die Musiktalente aus allen Ecken Deutschlands (München, Kuhstall, Imbissbude, Bürohochhaus) und in Scharen zum altehrwürdigen Messeturm locken. Tausende hätten sich beworben, heißt es seitens RTL.
Die Juroren werden ein bisschen James-Bond-artig vorgestellt. Bushido brettert mit dem Boot heran. Isi fällt aus dem Himmel. Sie sagt beim Treff mit Bushido, sie sei "mit dem Fallschirm gekommen", einfach so "random aus dem Flieger" gesprungen. Klingt toll, ist aber Fake. Denn die (echte) Springerin trägt noch kurz vor der Landung deutlich sichtbar weiße Schuhe, Isi aber stolziert nach dem Umschnitt in schwarzen Boots.
Und der Titan? Es wird der Eindruck erweckt, später auch verbal von Dieter, Super-Bohlen sei mit dem Heli gekommen. Letztlich ist das, was aussieht wie ein stylisches Heli-Cockpit, dann nur ein Plastikstuhl. Der Titan agiert selbstironisch, schön. Das ganze Opening hat trotzdem was von: WTF?