Das Monster verstehen: Das sind die DVD-Highlights der Woche
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 19. Februar 2026
"Predator: Badlands", "Franz K." und "Zweigstelle": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
Kreativ schien sich das "Predator"-Franchise nach Shane Blacks (einer der Nebendarsteller im Ursprungsfilm 1987) uninspiriertem Aufguss "Predator - Upgrade" aus dem Jahr 2018 erledigt zu haben. Ein halbwegs ordentliches Einspielergebnis dürfte die Entscheidungsträger dann aber doch dazu bewogen haben, die Reihe nochmals fortzusetzen. Beim fünften Teil übernahm Dan Trachtenberg die Regie, der mit seinem Debüt, dem Science-Fiction-Kammerspiel "10 Cloverfield Lane" (2016), positiv überrascht hatte. "Prey", so der Name seines ersten "Predator"-Kapitels, ging im Sommer 2022 allerdings nicht im Kino an den Start, sondern direkt auf der Streamingplattform Disney+. Das Besondere daran: Der Film springt handlungstechnisch weit in der Zeit zurück, taucht in das frühe 18. Jahrhundert ein und folgt einer gegen ihre Stammesregeln aufbegehrenden Komantschin, die sich dem titelgebenden außerirdischen Monster in den Weg stellt. Nach dem Animationsabenteuer "Predator: Killer of the Killers", das ebenso tief in der Geschichte gräbt, kam Ende 2025 wieder ein Realfilm auf die großen Leinwände. In "Predator: Badlands" wagt der erneut verantwortliche Dan Trachtenberg einen frischen Blick auf die bislang stets als feindlich beschriebene Alien-Spezies. Der Film erscheint nun ebenso wie das Biopic "Franz K." und die bayerische Komödie "Zweigstelle" auf DVD und Blu-ray.
"Predator: Badlands" (VÖ: 27. Februar)
Alter Stoff, völlig neu erzählt: Erstmals ist der Predator in "Predator: Badlands" kein böser Widersacher, sondern der Protagonist, mit dem das Publikum mitfiebern soll. Da die Kultur und die Hintergründe der extraterrestrischen Gattung stärker als früher im Fokus stehen, wurde eigens für sie eine einheitliche geschriebene und gesprochene Sprache entwickelt. "Predator: Badlands" spielt in der Zukunft auf einem entlegenen Planeten, auf dem sich zahlreiche gefährliche Lebewesen tummeln. Eben dort versucht sich der von seinem Clan verstoßene Jung-Predator Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) zu beweisen. Eine Verbündete findet er in Thia (Elle Fanning), einer Androidin, mit der er sich auf die Suche nach dem ultimativen Gegner macht.
Preis DVD: circa 15 Euro
US, 2025, Regie: Dan Trachtenberg, Laufzeit: 103 Minuten
"Franz K." (VÖ: 26. Februar)
Hoffnungen, dass der ewig enigmatische Schriftsteller Franz Kafka in "Franz K." endlich entschlüsselt wird, braucht man sich nicht zu machen. Dafür darf das Publikum sich wieder einmal auf eine große Würdigung freuen. Nicht so sehr das Werk, sondern vor allem ihr Erschaffer steht in diesem Film im Fokus, ähnlich wie 2024 auch schon in der ARD-Miniserie "Kafka" von David Schalko. Bei Agnieszka Holland ist Franz Kafka (Idan Weiss) auch wieder ein Fremdling in einer komischen Welt, die ihn nicht versteht - und umgekehrt. "Er dreht sich nur um sich selbst", verzweifelt Peter Kurth als Kafkas Vater Hermann. Der Franz, er soll etwas Anständiges lernen, soll arbeiten, soll heiraten, so wie es die bürgerlichen Gepflogenheiten des frühen 20. Jahrhunderts vorsehen. Den jungen Literaten, der irgendwie auch an sich selbst verzweifelt, beschäftigen derweil ganz andere Dinge - von der Schabe, die über den Esstisch kriecht, bis zur großen Frage danach, "was ein Wort wert ist".
Preis DVD: circa 15 Euro
CZ, 2025, Regie: Agnieszka Holland, Laufzeit: 123 Minuten