"Bares für Rares"-Experte schwärmt vom "besten Invest überhaupt" - doch Händler zögern
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 08. April 2026
Für 50 Euro ersteigert, für mehrere hundert Euro geschätzt - diese Frauenfigur überraschte am Expertenpult von "Bares für Rares". Doch trotz großer Worte über den "besten Invest überhaupt" blieb das Bietergefecht verhalten.
In der Mittwochsausgabe von "Bares für Rares" erkannte Horst Lichter sofort die künstlerische Inspiration hinter der üppigen Frauenfigur. Zwar handelte es sich nicht um eine "Nana", doch Colmar Schulte-Goltz war dennoch begeistert und sprach sogar vom "besten Invest überhaupt". Nur im Händlerraum hielt sich die Kauflaune spürbar in Grenzen ...
"Das erinnert mich an eine berühmte Künstlerin", grübelte Lichter beim Anblick der runden Frauengestalt. "Wie heißen die Figuren noch mal?", fragte der Moderator und Schulte-Goltz kannte natürlich gleich die Antwort: "Die 'Nanas' von Niki de Saint Phalle." Lichter ging ein Licht auf und gestand sogleich: "Ich finde die großartig."
"Bares für Rares"-Expertise überrascht: "Donnerwetter"
Ulrike aus Bremen hatte die Frau aus Ton in einem Auktionshaus erworben. "Ich fand sie ganz toll, aber dort, wo ich sie hinstellen wollte, passt sie nicht", erklärte die Verkäuferin, warum sie die Figur jetzt schon wieder verkaufen will. Lichter schnaufte und erklärte pragmatisch: "Dann gibt man sie eben wieder frei."
Colmar Schulte-Goltz hätte hingegen sicherlich ein Plätzchen für die rundliche Dame gefunden, denn die keramische Plastik hatte seiner Meinung nach einen "besonders bezaubernden Charakter". Die voluminöse Figur wirkte sehr selbstbewusst - typisch für die Kunst von Theresia Hebenstreit, eine deutsche Malerin und Bildhauerin.
Die hohl gearbeitete Tonfigur war mit kegelartigen Gliedmaßen montiert und anschließend mit Schlickerfarbe bemalt. Der Experte Schulte-Goltz lobte vor allem die "hohe handwerkliche Qualität". Die Darstellung sei authentisch und würde die "einzigartige Identität der Urheberin widerspiegelen". Signiert und datiert war Objekt aus dem Jahr 1997.
Die Verkäuferin hatte damals im Auktionshaus nur 50 Euro für die Figur gezahlt und "was ich eingesetzt habe, möchte ich wieder raushaben", erklärte sie. Doch Schulte-Goltz schätzte den "aktuellen Zeitwert" anders ein, denn "der Sammlermarkt für Keramik kann sehr eigen und intensiv sein". Er taxierte die Tonarbeit auf 700 bis 750 Euro.
"Donnerwetter", staunte auch Freundin Susanne (ebenfalls aus Bremen) und Ulrike konnte ihr Glück kaum fassen: "Das ist der Wahnsinn." Lichter stimmte gleich mit ein und rief: "Da kriegt man fliegende Hitze." Ulrike freute sich, denn "da war mein Geld ja gut angelegt". Dem stimmte der Experte zu und nannte ihren Kauf: "Das beste Invest überhaupt."