"Nicht so besonders": Peinliche Fehleinschätzung von "Bares für Rares"-Verkäufer
Autor: Natalie Cada
, Montag, 05. Januar 2026
Der "Bares für Rares"-Verkäufer stempelte das Erbstück seiner Frau als unscheinbaren Modeschmuck aus den 1970ern ab - doch Expertin Heide Rezepa-Zabel erkannte den wahren Schatz ...
Sara und Sebastian aus Mülheim an der Ruhr hielten ihre Brosche für wenig spektakulär und wollten sie ohne großes Bedauern bei Horst Lichter in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" abgeben. Doch in der ZDF-Trödelshow nahm die Geschichte eine überraschende Wendung - dank Expertin Heide Rezepa-Zabel ...
"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die Brosche besonders ist", erklärte der Verkäufer und auch Ehefrau Sara nickte zustimmend. Dabei hatte ihr Großvater den Schmuck einst für die Großmutter gekauft. "Er hat sie sehr geliebt", erinnerte sie sich. Trotzdem urteilte ihr Mann hart über den "typischen Modeschmuck der 1970er": "Darf gerne gehen."
Verkäuferin "geplättet und total überrascht"
Doch Heide Rezepa-Zabel sah das Stück mit ganz anderen Augen. Besonders die außergewöhnliche Form begeisterte sie. Lichter verglich sie mit einem Stern oder einem Ammoniten, "ständig im Wandel". Für die Expertin steckte darin sogar die Handschrift der experimentellen Nachkriegsmoderne: eine spannende Mischung aus Space-Age-Ästhetik und Op-Art.
Das Design der Brosche zog den Blick des Betrachters förmlich mit sich, erklärte die Expertin weiter - und datierte das Schmuckstück deutlich früher, nämlich in die 1960er Jahre. "Damit hätte ich nicht gerechnet", staunte die Verkäuferin. Doch das war erst der Anfang: Es warteten noch weitere Überraschungen, allen voran eine exklusive Signatur ...
Rezepa-Zabel erkannte sofort den Stempel des renommierten Ulmer Goldschmieds Robert Merath. Eine Herkunft mit Tradition, wie die Expertin betonte: Denn "Ulm gilt seit dem Mittelalter und besonders im 19. Jahrhundert als Zentrum gehobener Goldschmiedekunst". Entsprechend hochwertig war die Anhängerbrosche aus 750er Gold und besetzt mit Diamanten.
Gewünscht wurden nun 500 Euro. Doch damit lag das Paar weit unter dem tatsächlichen Wert. Rezepa-Zabel taxierte 1.100 bis 1.300 Euro. Der Verkäufer war fassungslos, die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Auch die Verkäuferin konnte es kaum glauben: "Geplättet und total überrascht", war sie über den Wert des unterschätzten Erbstücks.
"Besser kann es doch gar nicht laufen"
"Bringst du da eine Schachtel Zigaretten mit?", musste Walter Lehnertz schmunzelnd nachhaken. Der Verkäufer schnaufte und meinte: "Leider nicht." Offenbar war ihm der Wert seines Goldschatzes noch nicht so richtig bewusst. Anders Susanne Steiger, die das Schmuckstück sofort als "außergewöhnlich und schön" lobte.