Schnappatmung bei "Bares für Rares": Horst Lichter muss Verkäufer nach Expertise hinausbegleiten
Autor: Natalie Cada
, Montag, 02. Februar 2026
Eigentlich fand der "Bares für Rares"-Verkäufer sein Erbstück "strange und exotisch". Doch als der Schätzpreis fiel, begann er zu zittern ...
In der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" zeigte sich Horst Lichter sichtlich angetan, als er die Expertise unterstützen durfte. Denn Friederike Werner wagte sich nicht allein an die außergewöhnliche KPM-Vase. Am Ende zitterte aber nur der Verkäufer, als der enorme Schätzpreis fiel: "Leck mich am ..."
Die Bodenvase begleitete Stephan aus Nürnberg schon seit seiner Jugend. Einst stand sie im Schlafzimmer seines Onkels - ein vertrauter Anblick "auf dem Flokati", erzählte er. Heute wirkte das Erbstück auf ihn eher fremd: "Strange, sehr ausgefallen" und sogar "exotisch". Deshalb solle es verkauft werden.
Schätzpreis übertrifft Erwartungen um Längen
Lichter war überrascht, als die Expertin erklärte, dass die Vase aus Weichporzellan bestehe. Der Moderator hatte eher mit Keramik gerechnet. Friederike Werner betonte jedoch, dass nur Porzellan diese aufwendigen Glasuren und die pompösen Angarnierungen der Maispflanzen ermögliche - worauf Lichter anerkennend feststellte: "Wirklich sehr pompös."
Entworfen wurde die Vase 1898 von Künstler Albert Klein für die Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin. Friederike Werner unterstrich noch einmal: "Das ist eine KPM-Vase" - was Lichter weiterhin ungläubig staunen ließ. Für die Expertin warf das außergewöhnliche Objekt vor allem eine Frage auf: "Wo fängt Kunst an, wo hört Natur auf?"
Die Vase beschrieb Werner als "rauschhaft" und "unikatär", da der Mais bei jedem Exemplar unterschiedlich angeordnet wurde - "die Natur überwältigt alles". Wie viele dieser Stücke existierten, konnte sie nicht sagen. Vergleichsobjekte waren ihr aber nicht bekannt, lediglich ein ähnliches Werk mit Schwertlilien im Bröhan-Museum in Berlin.
Der Verkäufer rechnete trotz kleiner Mängel mit 2.500 bis 3.000 Euro. Die Expertise übertraf seinen Wunsch aber bei Weitem: 25.000 bis 30.000 Euro. Die Reaktion von Stephan folgte prompt - zittern, Schnappatmung und "jetzt erst mal einen Schnaps". "Leck mich am ...", rutschte es dem Verkäufer danach noch raus. Lichter zeigte Verständnis.
"Werden wir fünfstellig?"
Nachdem Lichter den überraschten Verkäufer für frische Luft kurz vor die Tür begleitet hatte, betrat er schließlich den Händlerraum. Christian Vechtel und Ferdinand Resul Adanir hätten nie vermutet, dass die Vase von KPM stammt, fanden das Stück aber "geil". Trotzdem starteten die Gebote angesichts des hohen Schätzpreises zunächst niedrig.