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"Boah! Sag mal!": 131-Karat-Stein macht Horst Lichter sprachlos


Autor: Bettina Friemel

, Freitag, 31. Juli 2026

Horst Lichter machte große Augen, als er den opulenten Edelstein an der Kette erblickte. So ein riesiger Klunker musste doch ein Vermögen wert sein! Die "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz bestätigte: So ein Stein war äußerst selten ...


"Boah! Sag mal!", entfuhr es dem "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter. Für die Schmuckexpertin Wendela Horz war das Goldcollier ebenfalls ein ganz außergewöhnliches Stück ... Lichter bewunderte den riesigen Edelstein: "Stell dir mal vor, das wäre ein Diamant!" Doch so viel Know-how hatte er inzwischen durch seine langjährige Trödelerfahrung: "Das wird wahrscheinlich eher ein Citrin sein." Auf jeden Fall "dezenter Schmuck für die junge Dame".

Mehr wusste Christa aus Bad Griesbach, die von ihrem Mann Sepp begleitet wurde. "Der kommt von meiner Tante, und die hat ihn mir vererbt", gab sie Einblicke in die Familiengeschichte. "Die Tante war verheiratet, sehr glücklich und harmonisch verheiratet, hat aber die ganzen Jahre einen Liebhaber gehabt", erzählte Christa weiter. "Und von dem Liebhaber ist diese Kette." Den Stein brachte er damals aus Russland mit und ließ ihn in die Goldkette fassen.

"Wir haben hier ein typisches Statement-Collier der 80er-Jahre", schwärmte Wendela Horz. Schon die Goldkette war außergewöhnlich, das "Prunkstück" stand jedoch im Mittelpunkt: "Das ist ein bekröntes Herz, könnte man sagen. Es hatte bestimmt eine Botschaft." "Was mir hier besonders gut gefällt ist, dass es sich vermutlich mal nicht um einen wärmebehandelten Stein handelt, wie es bei fast 90 Prozent im Handel der Fall ist", deutete die zitronige Farbe auf einen seltenen unbehandelten Stein hin. "Dieses eher kalte Gelb mit einem kleinen Grüneinschlag."

Verkäuferin bei "Bares für Rares" trotz Halbierung ihres Wunschpreises zufrieden

Solche Steine gab es im Ural, was zur Geschichte der Verkäuferin passte. Auch ein kleiner Einschluss bestätigte, dass es ein natürlicher Stein war. Horz schätzte: "Er wiegt etwa 131 Karat und hier oben bekrönt wird er von Diamanten" - mit etwa 1,75 Karat. "Mir ist von 20.000 Euro was gesagt worden", warf Christa einen groben Wunsch in den Raum. So hoch war der Wert jedoch nicht. Immerhin lag er bei 9.000 bis 11.000 Euro. Damit war die Verkäuferin zufrieden und freute sich über die Händlerkarte.

"Ouuuuhhh", staunte Wolfgang Pauritsch beim Öffnen der Schmuckschatulle. "Der Citrin muss über 100 Karat haben! Mindestens!" Sein Interesse war geweckt: "Wunderbar!" Elke Velten fragte nach Nachweisen für den unbehandelten Stein: "Gibt es da irgendwelche Schriftstücke?" Die hatte Christa jedoch nicht mehr: "Weil meine Tante, wie sie ins Altersheim gekommen ist, hat sie die schöne Schachtel und die Expertise weggeschmissen." Trotzdem stiegen die Gebote ab 5.000 Euro schnell nach oben. Bei 8.000 Euro bekam Elke Velten den Zuschlag. "Das ist das Stück einfach auch wert", gratulierte David Suppes zum Kauf.

"Bares für Rares"-Händler findet Objekt "hässlich", kauft es aber trotzdem

Einen neuen Besitzer fand auch der Porsche-Design-Sessel Modell IP84S aus dem Jahr 1984 mit einem Schätzwert von 500 bis 700 Euro. Laut David Suppes war es der "gemütlichste Sessel, den wir jemals hier hatten". Den ließ er sich 650 Euro kosten.

Porzellan-Figuren von Royal Copenhagen aus der Zeit zwischen 1923 und 1935 nach Entwürfen von Christian Thomsen waren 400 bis 500 Euro wert. "Die sind witzig. Das habe ich noch nie gesehen", meinte Fabian Kahl und gab 650 Euro aus. Eine goldene Ananas, ein Eiswürfelkühler von Freddotherm aus den 1970er-Jahren, war 300 bis 450 Euro wert. "Ich finde die so hässlich", war David Suppes wenig angetan. Trotzdem kaufte er das "Kultobjekt" für 300 Euro.

Ein Salatbesteck aus Silber aus der Zeit um 1900 wurde auf 120 bis 150 Euro geschätzt. Die Verkäuferin hatte sich jedoch doppelt so viel vorgestellt und behielt das Familienerbstück. Ein 1970 von Marc Chagall signiertes Buch "Le Ballet" mit persönlicher Widmung und einer Zeichnung schätzte der Experte auf 1.200 bis 1.500 Euro. Der Wunschpreis des Verkäufers lag jedoch bei 6.000 Euro, deshalb entschied er: "Ich möchte dann keine Karte haben."

Quelle: teleschau – der mediendienst