"Blanker Opportunismus": Gregor Gysi kritisiert politisches Handeln von Sahra Wagenknecht scharf
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 10. Sept. 2026
Bei "Markus Lanz" rechnete Gregor Gysi mit Sahra Wagenknechts Kurs ab und warnte vor gefährlichen politischen Verschiebungen. Als es um mögliche Annäherungen an die AfD ging, nannte Gysi das Verhalten der BSW-Gründerin "blanker Opportunismus" und zweifelte offen an ihren Motiven.
Bei "Markus Lanz" äußerte sich Linken-Politiker Gregor Gysi besorgt über die Ergebnisse bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Mit Blick auf den AfD-Sieg forderte er: "Wenn wir die Entwicklung stoppen wollen, müssen wir die AfD inhaltlich widerlegen. Nicht nur beschimpfen, das reicht nicht aus!" Gysi ergänzte, dass man sich "darüber im Klaren sein" müsse, "dass von Außen durch Trump, von Innen durch die AfD, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekämpft werden. Wenn wir das retten wollen, müssen wir alles drei attraktiver machen". Das Problem dabei: "Diejenigen, die das retten wollen, müssen in der Lage sein, sich zu organisieren - sind sie aber zurzeit nicht." Lanz sprach in dem Zusammenhang die scheinbare Annäherung zwischen der AfD und dem BSW an. Er wollte von Gregor Gysi wissen: "Wie geht's Ihnen, wenn Sie darüber nachdenken, was da eigentlich passiert? Sahra Wagenknecht, die sich immer als Anti-Faschistin inszeniert hat!"
Der Linken-Politiker zeigte sich nachdenklich und erklärte, dass das BSW anstrebe, "ein Faktor in der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Und sie haben gemerkt, (...) dass wenn sie sich fernhalten von der AfD - also das mitmachen, was wir anderen alle sagen - dass dann eine Gleichgültigkeit ihnen gegenüber entsteht". Lanz konterte fassungslos: "Es ist Opportunismus!" Gregor Gysi stimmte energisch zu: "Ja, es ist blanker Opportunismus und der Wunsch, irgendwie ein Stück Macht zu erhalten." Abschließend warnte Gysi, dass das BSW "kurz vor der direkten Unterstützung" der AfD stehe. Er ergänzte nachdenklich "Das (...) ist natürlich eine Veränderung von Sahra, wie man sie ihr vielleicht nicht zugetraut hätte. Aber inzwischen wundert es mich nicht mehr so sonderlich, nachdem ich die Entwicklung des BSW in den letzten Jahren erlebt habe."
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Quelle: teleschau – der mediendienst