Druckartikel: Skurrile Anekdote bei "Bares für Rares": Verkäuferinnen trugen Rarität "als Rucksack" durch die Stadt

Skurrile Anekdote bei "Bares für Rares": Verkäuferinnen trugen Rarität "als Rucksack" durch die Stadt


Autor: Teleschau  

, Donnerstag, 05. Februar 2026

Ein feucht-fröhlicher Abend, ein spontaner Kauf und ein Stuhl auf Wanderschaft: Bei "Bares für Rares" wurde aus einem Flohmarktfund eine echte Gute-Laune-Geschichte.


So farbenfroh und gut gelaunt, wie sich Tabea (zweite von links) und Pia vor Horst Lichter (zweiter von rechts) und Detlev Kümmel zeigten, war auch ihre Ausstrahlung - und die Geschichte, wie sie in den Besitz des mitgebrachten Objekts kamen. Warum die beiden im Partnerlook erschienen waren? Und welches amüsante Erlebnis sie mit dem Stück verband? So viel sei verraten: Ein Stuhl kann deutlich mehr sein als ein Stuhl.

Zunächst zum Optischen: Die Jacken glichen sich nicht nur, sie fielen auch modisch sofort ins Auge. Der Hintergrund war ebenso simpel wie charmant: Weil ihr Freund es nicht mit ins TV-Studio geschafft hatte, schlüpften die Verkäuferinnen kurzerhand in seine Kleidung. Die Outfits gehörten also eigentlich ihm. "Das finde ich cool!", zeit sich Horst Lichter begeistert von dem Duo.

Dass sein Erscheinen durchaus Sinn ergeben hätte, erklärte sich aus der Anekdote, die die drei im Zusammenhang mit dem mitgebrachten Sitzmöbel erlebt hatten. Tabea hatte den Stuhl einst auf einem Nachtflohmarkt in Konstanz entdeckt und zugeschlagen. Seine Vielseitigkeit hatte es ihr angetan.

Da solche Flohmarktabende aber selten nüchtern enden und man nicht sofort den Heimweg antritt, trugen die drei Freunde den Stuhl kurzerhand quer durch die Stadt. "Mal als Rucksack, mal als Thron, mal als Sänfte", erinnerte sich die Noch-Besitzerin lachend.

"Ich komme jetzt immer zu dir zum Haareschneiden"

Aus Platzgründen sollte das gute Stück nun weiterziehen - ob als Sitzgelegenheit, Ablage, Garderobe oder was auch immer. Der neue Besitzer durfte dabei mindestens so kreativ sein wie einst die Freunde. Bei dem Holzmöbelstück mit Kopfstütze und diversen Extras handelte es sich eigentlich um einen Friseurstuhl aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Unter anderem ließ sich die Sitzfläche drehen, was die Reinigung erheblich erleichterte. Haare, Bartreste und Wasser konnten so problemlos entfernt werden. Heute lag der Schätzwert bei 200 bis 250 Euro. Was sie damals bezahlt hatten, wussten die Verkäuferinnen indes nicht mehr genau. Vermutlich waren es 50 bis 75 Euro gewesen. Der Abend war schlicht zu ausgelassen, um sich exakt zu erinnern ...

Im Händlerraum zeigte sich vor allem Jan Cizek (vorne) entspannt bis beschwingt. Ob die Massage von Kollege Anaisio Guedes seine Gebotsfreude steigerte? Und wie! Anders als beim Flohmarktabend damals war Tabea diesmal vollkommen bei klarem Verstand: Für 170 Euro wechselte das Relikt aus den Jahren 1900 bis 1920 den Besitzer und ging tatsächlich an Cizek. Daniel Meyer gönnte es seinem Händlerkollegen und witzelte: "Ich komme jetzt immer zu dir zum Haareschneiden. Fünfmal, dann haste den Stuhl raus."

Probedrucke von Heinz Mack begeistern Händler-Team

Als Nächstes standen drei signierte und gewidmete Epreuves d'Artiste - also Probedrucke - von Heinz Mack zum Verkauf. Die Arbeiten aus dem Jahr 1981 waren laut Expertin nur mittelmäßig erhalten, kamen aber dennoch auf einen Gesamtwert von 1.400 bis 1.800 Euro.

Ob es darüber hinausgehen würde? Beim Anblick der Werke zeigten sich die Händler jedenfalls angetan - Mack war ihnen natürlich ein Begriff. "Donnerwetter!", hallte es anerkennend durch den Raum. Kein Wunder also, dass erst bei 2.300 Euro Schluss war. Den Zuschlag erhielt Anaisio Guedes. Im Namen der Großeltern durften in dieser Sendung auch zwei Robben und eine kleine Schafherde weiterziehen. Künstler Karlheinz Goedtke hatte die Bronzetiere 1984 und 1986 geschaffen. Lagen 500 bis 700 Euro pro Skulptur im Bereich des Möglichen?

Nach lebhaftem Interesse im Händlerraum lockte Anaisio Guedes schließlich die Schäfchen in seinen Stall. Sie waren ihm stolze 1.150 Euro wert. Eine elegante Karaffe aus Italien suchte einen neuen Besitzer. Die sogenannte Schenkkanne war allerdings jünger als ihr Erscheinungsbild vermuten ließ. Entstanden in den 1970er- bis 1980er-Jahren, versprach sie 200 bis 250 Euro Erlös. Keine Antiquität, aber durchaus eine Besonderheit: Die Händler zeigten Gefallen an dem Glasobjekt mit Silbermontur. Daniel Meyer ließ sich das 180 Euro kosten.

Zum Finale der Sendung lag eine Goldbrosche mit Muschelkamee aus der Zeit um 1900 bereit. Gewünscht waren 600 Euro. Die Expertin zeigte sich zurückhaltend und taxierte den Wert auf 300 bis 400 Euro. Die Händlerkarte gab es trotzdem - und das mit Recht: Daniel Meyer legte 300 Euro auf den Tisch.

Quelle: teleschau – der mediendienst