"Bares für Rares"-Verkäuferin unterschätzt Fisch komplett: "Bin völlig außer Rand und Band"
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 25. März 2026
Ein schwarzer Fund sorgte für große Emotionen bei "Bares für Rares": Erst rätselten alle, dann staunten sie - und am Ende klingelte die Kasse lauter als erwartet.
Damit hatte die Verkäuferin in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" nicht gerechnet: Ein unscheinbarer, "kohlrabenschwarzer" Fund aus einer Haushaltsauflösung sorgte bei Horst Lichter für eine große Überraschung. Trotz geringem Materialwert sprengte das rund 200 Jahre alte Glaubensobjekt sogar den Expertisenpreis.
"Toll sieht der aus, aber ein bisschen groß für den Hals", meinte Lichter, der den großen Fisch aus Silber als Kettenanhänger erkannte. Doch mit seiner Interpretation lag er leider daneben. "Es ist ja auch keine Schlaufe dran", so Lessmann. Doch was der Fisch eigentlich bedeutete, veriet der Experte noch nicht ...
"Bares für Rares"-Verkäuferin hat "Kirmes im Bauch"
Die Verkäuferin Sabine aus Essen war mit ihrer Tochter Lara in die Sendung gekommen. Sie hatte den Fisch bei der Wohnungsauflösung ihres Stiefvaters entdeckt, erzählte sie. Damals war er "kohlrabenschwarz" gewesen. Erst als sie das Objekt mit einem Silberputztuch gereinigt hatte, kam auch eine Gravur samt Jahreszahl zum Vorschein: 1824.
Mehr Informationen hatte die Verkäuferin nicht zu dem Objekt und so erklärte Lessmann: "Das ist eine Besamimbüchse." Der jüdische Gewürzbehälter kam traditionell beim Hawdala-Ritual zum Einsatz, um das Ende des Schabbat zu feiern. Diese Gefäße wurden oft kunstvoll gestaltet und mit Gewürzen wie Zimt, Orangenschalen und Nelken gefüllt.
Die Riechdose in Fischform war dabei besonders schön gestaltet. Den Punzen im Kopf zufolge stammte die Handarbeit aus 826er Silber mit Vergoldungen von dem dänischen Silberschmied Poul Hansen aus Dänemark. Als Fischaugen hatte er passende Mondsteine gewählt. Lessmann datierte das kunstvolle Objekt um 1820.
"Wahnsinn", staunte Lichter - vor allem über das hohe Alter der Büchse. Der Wunschpreis dafür lag bei 250 bis 300 Euro. Obwohl sich der Materialwert nur auf 70 Euro belief, schätzte Lessmann das Objekt auf 800 bis 1.000 Euro, denn das "sieht man nicht so häufig". "Guter Lohn fürs Putzen", scherzte Lichter und Sabine hatte "Kirmes im Bauch".
Expertisenpreis wird noch getoppt
Mit so einem Schätzpreis hatte Sabine nie gerechnet und so hatte sie auch im Händlerraum noch "Kribbeln im Bauch". Doch auch die Händler kannten den wahren Wert von alten Besamimbüchsen - vor allem Wolfgang Pauritsch, der meinte: "Die kosten Geld." Und so startete der Händler das Bietergefecht mit 250 Euro. Doch dabei blieb es nicht ...