Im schnellen Schlagabtausch kletterten die Gebote in die Höhe. Julian Schmitz-Avila landete plötzlich bei 900 Euro. "Wow, das ist ein sehr gutes Gebot", fand Pauritsch und Walter Lehnertz fragte verblüfft: "Ihr wisst schon, dass der nur aus Silber ist?" Doch Pauritsch war nicht zu halten und erhöhte auf 1.100 Euro.
"Ich biete Ihnen 1.200 Euro", legte Schmitz-Avila noch einmal nach - die Verkäuferin war völlig überwältigt. "Damit kommen wir ins Geschäft", freute sich Sabine und nahm das Spitzengebot dankend an. Pauritsch zeigte sich hingegen etwas enttäuscht und sagte beim Abschied leise: "Die hübscheste Besamimbüchse, die ich je gesehen habe."
Auch nach der Sendung zeigte sich die Verkäuferin noch immer überwältigt davon, wie viel ihr seltener Fund letztlich eingebracht hatte. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll - ich bin völlig außer Rand und Band", ringte sie nach Worten. Eines stand für sie jedoch fest: "Das Geld wandert jetzt erst einmal in die Reisekasse."
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Steinadler aus Wiener Fayence (Manufaktur Goldscheider) von Bianca Berding zwischen 1912 und 1920 datiert. Der Entwurf stammte von Anton Puchegger (1913/14). Gewünscht wurden 500 Euro, taxiert 400 bis 500 Euro und von Händler Wolfgang Pauritsch schließlich 400 Euro gezahlt.
Ein signiertes Gemälde des deutschen Malers Otto Gleichmann (1959) zählte Bianca Berding zufolge zum Spätwerk des Expressionisten. Der Wunschpreis lag bei 1.500 Euro, der Schätzpreis der Expertin bei 1.500 bis 1.800 Euro und das Höchstgebot von Wolfgang Pauritsch bei 1.100 Euro.
Ein Chapeau Claque samt Hutschachtel aus den 1920er-Jahren schätzte Annika Raßbach auf 50 bis 80 Euro. Der Wunschpreis für den Klappzylinder lag ebenfalls nur bei 50 Euro. Doch nach einem Duell mit Jos van Katwijk erhielt Julian Schmitz-Avila bei 200 Euro den Zuschlag.
Patrick Lessmann datierte einen Art-déco-Schmuck aus 333er Gold und Silber in den 1920er-Jahren. Leider waren die Steine aber nur aus Glas. Deshalb schätzte er den Ring nur auf 80 bis 100 Euro. Der Wunschpreis lag bei 50 Euro. Doch Julian Schmitz-Avila zahlte dennoch 200 Euro.
Schulkarten mit Märchen-Motiven der Gebrüder Grimm, wie etwa die Heinzelmännchen und Dornröschen, datierte Annika Raßbach von 1904 bis 1918. Der Wunschpreis für die Papptafeln vom Meinhold Verlag (Dresden) lag bei 350 Euro. Die Expertin schätzte 300 bis 360 Euro. Und Jos van Katwijk zahlte 200 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst