Druckartikel: "Bares für Rares"-Kuriosität hinterlässt Horst Lichter peinlich berührt: "Ich habe damit nichts zu tun!"

"Bares für Rares"-Kuriosität hinterlässt Horst Lichter peinlich berührt: "Ich habe damit nichts zu tun!"


Autor: Bettina Friemel

, Freitag, 20. März 2026

Ein Gerät gegen "Frauenleiden" sorgte im Händlerraum für große Erheiterung und brachte der Verkäuferin überraschend viel Bares ein.


"Ihr habt hier irgendein Ding mitgebracht", begrüßte Horst Lichter in der Freitagsausgabe von "Bares für Rares" Karin und Alexandra aus Neustadt an der Aisch. "Könnte ein Quirl sein", versuchte er zu erkennen, was sich in dem Kästchen befand.

"Das ist ein Dachbodenfund von meinem ehemaligen Elternhaus", erzählte Karin. "Es weiß eigentlich niemand so richtig, wo es herkommt." Lichter blieb bei seiner Annahme: "Ich kenne so ein Ding tatsächlich als Küchenquirl." Die Expertin Annika Raßbach sah das jedoch anders: "Wir haben hier ein doch älteres Modell für Massagen, nämlich ein Handkurbel-Massagegerät", bereitete sie den Moderator vorsichtig auf den Verwendungszweck vor. "Eigentlich heißt es nämlich Johansens Auto-Vibrator."

"Nee, hör auf!", blieb Horst Lichter kurz der Mund offenstehen. "Meine Damen: Ich habe damit nichts zu tun", versuchte er sich von der schlüpfrigen Angelegenheit zu distanzieren. Doch Raßbach betonte gleich den medizinischen Hintergrund des Geräts. "Der dänische Arzt Johannes Christian Johansen hat von 1903 bis 1907 in diesem Bereich sehr, sehr viele Patente angemeldet", aus den 1920er Jahren stammte das vorliegende Objekt. "Es wurde beworben für Frauenleiden", beispielsweise Menstruationsbeschwerden.

Die Expertin wollte das Vibrieren demonstrieren: "Wenn du einmal halten möchtest?" Horst Lichter zögerte: "Wo?" Widerwillig fasste er an den Griff, war dann jedoch positiv überrascht: "Oh, da geht aber die Post ab!"

"Bares für Rares"-Händler begeistert: "Das ist genau das Richtige für mich"

Im Set befanden sich verschiedene Aufsätze, die laut Expertin auch für die Massage bei Nerven- und Rückenschmerzen verwendet werden konnten: "Es sollte den Gang zum Arzt ersparen. Es versprach Verjüngung, Wohlbefinden. Das ist schon eine wichtige Geschichte medizinisch." Man habe "hier wirklich ein antikes, medizinisch historisches Stück", und dessen Wert schätzte die Expertin auf 80 bis 100 Euro.

"Alter Schwede, was ist das denn?", fragte sich Walter Lehnertz beim Auspacken des Geräts. Beim Kurbeln dämmerte ihm: "Das ist ein Vibrator!" Verkäuferin Karin korrigierte: "Ein Massagegerät." Lehnertz war jedenfalls begeistert: "Hierfür gebe ich dir direkt 80 Euro!" Er kurbelte weiter: "Das nenne ich mal ein Kuriosum!"

Jos van Katwijk kannte sich damit aus: "Ich hatte so ein Ding. Das sah aus wie eine Pfeffermühle." Julian Schmitz-Avila nutzte die Vibration zur Rückenmassage: "Das ist genau das Richtige für mich." Er fand: "Ich bin Massagestabtester, und das kann man schon nehmen." Und plötzlich stiegen die Gebote. "Das ist schon skurril", wollte Lehnertz die Rarität gerne haben. Die 220 Euro von Jos van Katwijk fand er jedoch teuer genug. Der freute sich über den Kauf: "Tolles Ding."

"Das hat Spaß gebracht", lachte Wolfgang Pauritsch. "Die Laune ist direkt besser heute", verabschiedete Lehnertz die Verkäuferinnen. Danach wollte Pauritsch von van Katwijk wissen: "Für wie viel kann man das weiterverkaufen?" Der verriet den beachtlichen Preis: "350, 400 Euro."

"Bares für Rares": Goldarmreif geht für mehrere tausend Euro über den Tisch

Einen guten Preis erzielte auch die Spielesammlung "Denken mit Lego" von den Professoren Freund und Sorger aus dem Jahr 1971 mit einem Schätzwert von 50 bis 60 Euro. Walter Lehnertz haute mit seinen 80 Euro gleich ein Top-Gebot raus, doch Jos van Katwijk schnappte sich die Lego-Spiele für 100 Euro.

Die vier Vasen aus Muranoglas aus den 1950er- bis 70er-Jahren waren 1.700 bis 2.400 Euro wert. Julian Schmitz-Avila ließ sich aufgrund starker Beschädigungen gerade noch auf 1.000 Euro hochhandeln.

Der Goldarmreif aus den 1960er-Jahren wurde auf 4.800 bis 5.000 Euro geschätzt. Susanne Steiger erreichte mit 5.000 Euro sowohl die Expertise als auch den Wunschpreis der Verkäuferin.

Der Schätzwert der Silberschale mit Kronenwappen aus der Zeit zwischen 1900 und 1918 lag mit 320 bis 350 Euro weit unter dem Wunschpreis. Immerhin 400 Euro bezahlte Wolfgang Pauritsch für die Silberware: "Jetzt wird es wieder als Brotkorb benutzt."

Quelle: teleschau – der mediendienst