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"Bares für Rares"-Händlerinnen verschwinden mit teurem Schmuck aus ZDF-Studio: "Jetzt wird es unheimlich"


Autor: Michael Eichhammer

, Dienstag, 15. Sept. 2026

Wurden die Fernsehzuschauer in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares" Zeugen eines Diebstahls? Natürlich nicht. Dennoch kam es zu einer überraschenden Szene ...


Beeindruckt beobachtete Horst Lichter seine Kollegin: "Oh, da wird ja richtig technisch vermessen." Wendela Horz verriet leise ihre Geheimwaffe: "Digital." Darauf der Moderator: "Da muss man die feinen Zahlen nicht mehr so lesen." Die Expertin machte schelmisch: "Psst!"

Barbara aus Wolfratshausen ist Fremdsprachenkorrespondentin. Horst Lichter wollte wissen, woher sie den Anhängher hatte. "Der war 40 Jahre lang im Besitz meiner Mama", berichtete die 54-Jährige. Er stamme aus Italien. Rom, um genau zu sein.

"Hat sie von der Liebe ihres Lebens bekommen", erzählte die Verkäuferin. Wendela Horz blieb sachlich: "Ein Anhänger, der eingehängt werden kann, auch in Perlenketten oder größere Goldketten." Der Experin fiel noch etwas sofort ins Auge ...

Horst Lichter staunt über Diamanten

"Aber ursprünglich war das kein Anhänger." Sie drehte das schmucke Verkaufsobjekt um, damit sie ihre kühne These beweisen konnte: "Man kann hier deutlich sehen: Es war eine Brosche." Aus der Zeit um 1900, glaubte die Expertin. "750er Gold, habe ich getestet", erklärte Wendela Horz. Sie bedauerte: "Es gibt keine Punzen mehr leider, das ist bestimmt bei der Umarbeitung verloren gegangen." Das fand auch Barbara schade.

Die Diamanten wogen insgesamt etwa dreeinhalb Karat. "Das ist eine Menge", zeigte sich Horst Lichter beeindruckt. Mittig war ein Saphir in Gelbgold gefasst. "Deshalb habe ich so viel gemessen", erklärte Wendela Horz. "10,3 Karat", nannte sie. "Wow!", machte Lichter.

"Ein sehr dunkles Blau", urteilte Wendela Horz über den Saphir. Wenn der Schmuck auf einem dunkleren Untergrund läge, würde er fast schwarz anmuten, so die Expertin. Zur Provenienz erklärte sie, der Stein stamme recht sicher aus Siam, dem heutigen Thailand.

Der Moderator erkundigte sich nach dem Preiswunsch. 6.000 Euro nannte Barbara. Das klang kühn. Doch Wendela Horz hielt sogar 6.000 bis 9.000 für angebracht. "Sechs bis neun? Das ist mal eine Spanne!", staunte Horst Lichter. "Das ist dem Saphir geschuldet", verriet Horz. "Sehr schön, dann ist das gar nicht so utopisch", freute sich Barbara darüber, dass sie nicht zu hoch, sondern zu niedrig gepokert hatte. "Wünsche können hier wahr werden", sinnierte Lichter und übergab die Händlerkarte.

"Ich bin gleich wieder da"

Barbara stellte den Schmuck genau in der Mitte des Händlertisches ab - vor Lisa Nüdling. "Oh, wow! Das ist aber toll!", war die Händlerin beeindruckt. Auch den Saphir lobte die Händlerin euphorisch: "Wahnsinn!" Wie die Expertin zuvor erkannte auch Lisa Nüdling: "Das ist ein Schmuckstück, das mal anders war." Sie formulierte ihre Theorie als Frage: "Das wurde mal umgearbeitet?" Barbara erklärte: Ihr Verkaufsobjekt wurde von einer Brosche zu einem Anhänger umgearbeitet.

"Der Saphir ist groß, aber man sieht das Blau eigentlich nur, wenn man es gegen das Licht hält", beobachtete Fabian Kahl. "Wenn man es trägt, sieht er fast schwarz aus." Um dies zu demonstrieren, hielt er sich den Anhänger vor sein Hemd. "Fabian, du musst da von hinten kleine Lämpchen einbauen", veräpptelte Jan Cizek den Kollegen. Barbara blieb ernst: "In der Tat: Wenn die Sonne drauf scheint wirkt dieses Schmuckstück sensationell." Ihr spontaner Werbeslogan: "Sonnenlicht bringt da noch mal Leben rein."

Lisa Nüdlings Startgebot lag bei 3.000 Euro. Friedrich Häusser und Fabian Kahl waren ebenfalls an Bord. Rasch gingen die Preise nach oben. Als Häusser 6.000 Euro nannte, überraschte Nüdling mit einer seltsamen Bitte: "Darf ich einmal kurz ans Tageslicht gehen?"

"Ich bin gleich wieder da", erklärte sie. "Tschüss!" Sie begann mit einem Grinsen zu laufen. "Ich geh mit", sagte Sarah Schreiber und folgte der Kollegin kurzerhand. "Wir haben hohe Schuhe an, Sie kriegen uns ganz schnell", behauptete sie. Die Kollegen waren verdutzt.

"Jetzt wird es unheimlich", staunte Friedrich Häusser über die Kolleginnen. Die waren natürlich nicht wirklich flüchtig. Nüdling hielt den Schmuck gegen die Sonne und schwärmte: "Jetzt ist er wirklich schön blau! Was das Licht ausmacht!" Auch Schreiber war verzückt.

Zurück im Studio machte Nüdling mit 6.500 Euro das Rennen. "Toll, alle sind zufrieden", freute sie sich. Zumindest sie und die Verkäuferin. Barbara verriet: "Ich habe mich gefreut, dass das wortwörtlich mit so viel Brillanz aufgenommen wurde."

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

"Der will sich einen Zahn ziehen", vermutete Lichter. Die Händler fragten sich, ob der Junge angelte, Flöte spielte oder Zahnseide benutzte. Silvio erklärte: Die Bronze-Statuette hieß "Der Saitenspieler". Friedrich Häusser bezahlte 2.100 Euro - 100 über der Expertise.

Für die Bauzeichnung eines Bahnwärterhauses erhofften sich Oliver und Katharina 100 bis 200 Euro. Detlev Kümmel bremste auf höchstens 150. Sarah Schreiber bezahlte dem Ehepaar für die Zeichnung den maximalen Schätzpreis.

Die Designer-Deckenleuchte aus den 60er- oder 70er-Jahren wollte Petra aus Bargum für 100 Euro veräußern. Detlev Kümmel hielt das Doppelte für möglich. Jan Cizek erstand das dänische Design für 140 Euro.

Ein Wiener Mokkaservice fand Horst Lichter "liebreizend". Vera und Mario erhofften sich 300 bis 350 Euro. Colmar Schulte-Goltz fand das Porzellan "historisch bedeutsam" und hielt bis zu 750 für denkbar. Sarah Schreiber bezahlte 500 Euro.

Quelle: teleschau – der mediendienst