"Es tat mir ein bisschen weh": "Bares für Rares"-Händler trauert verpasstem Stofftier-Kauf hinterher
Autor: Bettina Friemel
, Freitag, 10. Juli 2026
Ein antiker Teddybär löste beim Trödel-Team große Begeisterung aus. Einziger Wermutstropfen: der beachtliche Schätzwert ...
"Oh, das ist ein ganz alter", ahnte Horst Lichter in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow sofort, dass es sich bei dem Teddy um eine Antiquität handeln könnte. Verkäuferin Mareike kam im Auftrag ihrer Oma: "Die hat den damals bekommen, das müsste um 1942 oder so sein. Da war sie noch ein kleines Kind." Außerdem wusste sie: "Das hat ihr Vater wohl für sie mitgebracht."
"Sie meinte, sie hat ihn sehr geliebt", erklärte Mareike den stark bespielten Zustand. "Und jetzt soll er weg?", wunderte sich Horst Lichter. Mareike nickte: "Sie ist sehr großer 'Bares für Rares'-Fan." Die Oma frage seit vielen Jahren, "ob der Bär nicht mal mit mir hierhin könnte", und jetzt war für Mareike der Moment gekommen. Ein Schätzchen war der Teddy auf jeden Fall, wie Annika Raßbach feststellte.
Der Teddybär, einst benannt nach Theodore Roosevelt, stammte aus dem Hause Steiff. "Ist das ein Steiff? Wow!", staunte Horst Lichter. "Hier haben wir einen wirklich klassischen Teddybären aus der ersten Zeit. Wir haben das wunderschöne Mohair-Plüsch aus der Angoraziege", schwärmte Raßbach.
Allerdings funktionierte das Brummen nur beim Schütteln des Bären. "Wie alt ist der denn?", fragte Lichter. Kleine Fähnchenreste am Knopf im Ohr wiesen auf die Zeit zwischen 1922 und 1925 hin. "100 Jahre alt! Wahnsinn", seufzte Lichter. Einzig die Nase wurde über die Jahrzehnte erneuert.
3.000 Euro für einen 100 Jahre alten Teddybär?
"Wie viel Geld wünscht sich die Omi denn dafür?", fragte Lichter die Verkäuferin. "Die Oma meinte, um die 3.000 Euro, da wäre sie schon sehr happy mit", meinte Mareike. Mit einer Schätzung von 2.500 bis 3.000 Euro hielt die Expertin den Wunschpreis für angemessen.
Im Händlerraum ging allen das Herz auf. Mittels Schütteln wollte Julian Schmitz-Avila das Brummen hören, doch Friedrich Häusser mahnte: "Julian, nicht so doll, der Kopf ist nicht so fest." Wolfgang Pauritsch startete mit 100 Euro. Anfangs kamen die Gebote nur schleppend in Fahrt. Bei 280 Euro wollte Sarah Schreiber die Expertise wissen. "Was ist denn Ihre Vorstellung?", fragte Friedrich Häusser nach der Schmerzgrenze. Mareike meinte: "Mit 2.800 Euro würde ich auch noch gehen."
Mehr als 2.300 Euro wollte jedoch niemand bieten. "Ich kann das alles verstehen und würde das Ihnen auch gönnen", fällte Mareike eine Entscheidung. "Aber ich glaube, meine Oma ist dann zu traurig." Häusser ließ den Teddy nur ungern wieder ziehen: "Es tat mir jetzt ein bisschen weh."