Druckartikel: "Bares für Rares"-Händler staunen über wertvollen Zufallsfund: "Wie kommt ihr denn da dran?"

"Bares für Rares"-Händler staunen über wertvollen Zufallsfund: "Wie kommt ihr denn da dran?"


Autor: Michael Eichhammer

, Dienstag, 29. Sept. 2026

Ein Silberpokal sorgte in der Dienstagsfolge von "Bares für Rares" (ZDF) nicht nur bei Horst Lichter für Entzücken. Auch im Händlerraum war die Begeisterung groß - und die Verwunderung.


"Das ist aber mal sehr schön!", begeisterte sich Horst Lichter für einen Pokal, der am Dienstag bei "Bares für Rares" angeboten wurde. "Das ist super", fand auch Goldschmiedemeister Patrick Lessmann. "Das gehört in einen Sportclub", sinnierte der Moderator und dachte an einen englischen Pub. "Wo sich die Herrschaften immer treffen, die einen Sport betreiben und das war dann der Wanderpokal", glaubte Lichter. "Dann sind wir eigentlich schon durch mit der Expertise", kommentierte Patrick Lessman und tat lachend so, als würde er das Set verlassen. Lichter folgte ihm.

Zum Glück machten aber beide wieder kehrt und begrüßten die Verkäufer Franz und Manfred. Die Freunde aus Wellheim und Hauenstein hatten sich vor Jahren auf einem Flohmarkt kennengelernt. Manfred hatte das Objekt bei einer Haushaltsauflösung erstanden."Der war ganz schwarz", erinnerte er sich. Zu Hause putzte er den rätselhaften Fund und staunte: "Oha!" Lichter stimmte zu: "Das könnte Silber sein." Dann erkannte er: "Und es ist Silber - ich sehe nämlich hier Punzen."

Patrick Lessmann erkannte indessen 925er Sterlingsilber auf dem Holzsockel. Die relativ schlichte Schale entspreche dem Zeitgeist des Art déco. "Nicht zu viel Verschnörkeltes, nicht zu viel Ornamentik", beschrieb Lessmann. Dennoch strahle der Pokal eine "beeindruckende Erscheinung" aus. Die Gravur stellte zwei sich kreuzende Äxte dar, doch ging es eigentlich um Degen, denn der Pokal gehörte einem Fecht-Club.

"Dann muss noch Champagner rein"

Der Wunschpreis der beiden Gäste: 2.000 Euro. Das klang selbstbewusst, doch Patrick Lessmann hatte gute Nachrichten. Bereits der Silberankaufswert lag bei 2.080 Euro. Insgesamt taxierte er - Verhandlungsgeschick vorausgesetzt - auf 2.800 bis 3.000 Euro. "Ein Fecht- und Degenpokal", erkannte Wolfgang Paurtisch. Er schwärmte: "Wahnsinn, dieses wunderschöne Emblem!" Lisa Nüdling stimmte zu: "Wirklich schön!"

Walter Lehnertz wünschte sich Zeitzeugen. "Jetzt müsste man wissen, ob es noch welche gibt von dem Club", dachte Lehnertz laut. Dabei hoffte er auf die Gäste: "War einer von euch bei diesem Club mit dabei?", erkundigte er sich. Die Verkäufer verneinten bedauernd. "Wie kommt ihr denn da dran?", bohrte Lehnertz nach. "Durch Zufall", so Manfred. Er erwähnte die Haushaltsauflösung in Deutschland. "Ach wirklich?", war Jan Cizek verblüfft. Walter Lehnertz kommentierte: "Alter Schwede!"

"Der war ganz schwarz, das hat keiner gewusst, was das ist", berichtete Manfred. "Ich möchte den Reigen beginnen mit 800 Euro", entschied Wolfgang Pauritsch, angezogen vom Silberglanz. Walter Lehnertz und Lisa Nüdling boten mit. Als Pauritsch 1.300 Euro bot, wollte er wissen: "Wie schwer ist denn der Silberpokal alleine?" Manfred nannte 1.288 Gramm. Die Händler waren schwer beeindruckt.

"Ui! Das ist viel, da müssen wir mehr bieten", fand Lisa Nüdling. Im Duell mit der Rivalin bot Pauritsch 2.000 Euro. Manfred schüttelte den Kopf, ebenso bei 2.100 und 2.200 Euro. "Na servus", meinte Pauritsch frustriert. "Die Expertise war viel höher", verriet Manfred. Er erwähnte die 2.800 bis 3.000 Euro. "Aber dann muss noch Champagner rein", meinte Wolfgang Pauritsch grinsend. "Aber ordentlicher Champagner", scherzt Jan Cizek mit. Pauritsch bot 2.400 Euro. Verkauft!

"Jetzt kommt mein Name erst mal drauf", freute sich Wolfgang Pauritsch. "En garde!", sagte er, etwas verspätet. Die beiden Verkäufer resümierten außerhalb des Händlerraums: "Es war sehr schön, wir sind glücklich."

Quelle: teleschau – der mediendienst