"Bares für Rares"-Händler kassiert Spott: "Du hast das Prinzip der Auktion komplett verstanden"
Autor: Teleschau
, Donnerstag, 09. Juli 2026
Skurril ist noch milde ausgedrückt: Dreimal überbot sich "Bares für Rares"-Händler Christian Vechtel ohne erkennbare Not selbst und musste dafür den Spott der Kollegen ertragen. An anderer Stelle war sein Nervenkostüm dünn.
Die "Bares für Rares"-Ausgabe, die am Donnerstag (9. Juli), im ZDF ausgestrahlt wurde, wird Christian Vechtel in besonderer Erinnerung behalten. Der Händler stand gleich zweimal im Mittelpunkt - und das jeweils auf nicht ganz glückliche Weise.
Andreas und sein Sohn Linus hatten in der ZDF-Trödelshow einen Schaukasten vorgestellt, in dem der Produktionsablauf eines Stiftes aus dem Hause Staedler in einer Collage dargestellt ist. Horst Lichter ("Ich liebe Stifte über alles") war begeistert, die Verkäufer-Erwartung trotzdem gering. Sie erwarteten höchstens 20 Euro. Aber Experte Sven Deutschmanek hielt locker das Zehnfache für möglich.
Was dann geschah, war skurril. Christian Vechtel nannte ein Einstiegsgebot von 80 Euro. Als niemand dagegenhielt, überbot er sich einfach selbst: "Ich starte noch mal: 100 Euro." Als außer Vechtel immer noch niemand Interesse zeigte, brachte Verkäufer Linus die Expertise ins Spiel: "150 wären schön." Vechtel überbot sich daraufhin erneut: 120. Schließlich setzte er noch einen drauf: 150! Die Verkäufer waren glücklich, Händler-Kollege Daniel Meyer lästerte ironisch: "Christian, du hast das Prinzip der Auktion komplett verstanden."
"Ich hab' keine Lust mehr, ich geh' nach Hause"
Zu gern hätte Christian Vechtel auch eine Glasvase von Gallé aus der Hochphase des Jugendstils erworben. Expertin Bianca Berding hatte den Wert des außergewöhnlichen Einzelstücks auf bis zu 2.500 Euro geschätzt - 1.500 Euro über dem Wunsch der Verkäufer Diana und Christian.
Vechtel erhöhte die Summe in seinen typischen Fünfziger-Schritten auf 2.500 Euro. und sah sich schon als Vasen-Besitzer. Doch da stieg Konkurrent Fabian Kahl noch mal ein und schlug Vechtel mit seinen eigenen Waffen: "2.550!" Vechtel war sauer: "Was soll das jetzt? Ich hab keine Lust mehr, ich geh nach Hause", sagte er und stand auf. "Jetzt bin ich beleidigt." Kahl kauft die Vase ("Ein außergewöhnliches Stück") und machte - wenn schon nicht den Händlerkollegen - so doch die Verkäufer glücklich.
Quelle: teleschau – der mediendienst