Welche Rolle spielen die Nato und die EU bei möglichen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg? Braucht es die großen Institutionen, oder ist doch Gerhard Schröder ein potenzieller Kandidat? Bei diesen Fragen gingen die Meinungen bei "Maybrit Illner" (ZDF) ganz schön weit auseinander.
"Okay, jetzt übertreiben Sie es aber!" Aus dem Konzept bringt den deutsch-amerikanischen Wirtschaftswissenschafter Rüdiger Bachmann nur wenig. Doch der Kommentar von CDU-Politiker Armin Laschet hatte genau diesen Effekt. "Sie sind aber jetzt nicht für Gerhard Schröder?", wollte der von ihm am Donnerstagabend bei "Maybrit Illner"wissen.
Der Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde vom russischen Präsidenten Putin selbst als möglicher Friedensverhandler ins Spiel gebracht. Auch Angela Merkel oder die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurden genannt. Und seit kurzem soll das Führungstrio E3 - Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Keir Starmer -, das schon im Iran-Krieg verhandelte, für Gespräche bereitstehen. Was Laschet als "Zerstörung europäischer Außenpolitik" beschrieb, ist laut Politikwissenschaftlerin Claudia Major vom German Marshall Fund der richtige Weg.
"Wer immer es schafft, Putin an den Tisch zu bekommen - ist doch egal, ob das E3 oder G5 ist", versuchte Bachmann das Streitgespräch zu schlichten. Seiner Ansicht nach müsste sich die Expertenrunde bei Maybrit Illner einig sein: "Wer es als Erstes schafft, mit Putin an einen Tisch zu bekommen, der soll machen und natürlich müssten die anderen im zweiten oder dritten Schritt mit einbezogen werden", redete er sich sichtlich in Rage.
Sehen Sie die "Maybrit Illner"-Sendung in voller Länge jederzeit hier: https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner.
Quelle: teleschau – der mediendienst