Als sich Verkäufer und Händlerin nicht einig werden, entscheidet ein Münzwurf bei "Bares für Rares"
Autor: Natalie Cada
, Mittwoch, 10. Juni 2026
Streit um den Preis: 200 Jahre alte Ringe sorgten für reichlich Diskussionen bei "Bares für Rares". Am Ende wird der Verkauspreis per Münzwurf entschieden.
Verkäufer Leon sorgte in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" mehrfach für Aufsehen: Erst begeisterten seine seltenen Gedenkringe Wendela Horz mit ihren bewegenden Geschichten, dann ließ der hohe Wunschpreis Horst Lichter staunen, und im Händlerraum wurde schließlich hart gefeilscht. Die Entscheidung fiel erst, richtig gelesen: per Münzwurf.
Bereits beim ersten Blick auf die drei historischen Ringe geriet Expertin Horz ins Schwärmen: "So viele unglaubliche Geschichten stecken darin." Die Schmuckstücke wurden vor über 20 Jahren auf einem Bonner Flohmarkt gekauft, doch ihre Ursprünge reichten deutlich weiter zurück. "Es gibt so viel zu erzählen", kündigte die Expertin an.
Der erste Ring aus Gold trug im Ringkopf kunstvoll geflochtenes Haar, das von einem Bergkristall sowie einem Kranz aus Gagat geschützt wurde. "Ein klassischer Gedenkring", erklärte Horz und nannte die Zeitspannte 1810 bis 1830. Die Ringschiene sei jedoch im 20. Jahrhundert durch eine Fassung aus 375er-Gold ersetzt worden.
Expertin Wendela Horz lobt guten Zustand des antiken Schmucks
Auch der zweite Ring stammte aus dem frühen 19. Jahrhundert, war aber aus 585er-Gold gefertigt und mit Saatperlen und einem Chrysoberyll besetzt. Dem Edelstein schrieb man damals besondere Kräfte zu: Er sollte seinem Träger Wohlstand bringen und vor negativen Einflüssen schützen: "Er zieht quasi Geld an, wehrt aber auch den bösen Blick ab."
Der dritte Ring des Trios bestand aus 750er-Gold, war mit Diamant und Perlen besetzt und einer Punze zufolge 1810 in London geprüft. Auf der Ringschiene entdeckte Horz eine goldene Inschrift auf schwarzem Emaille: "In memory of Alex Gibb". Solche klassischen Gedenkringe wurden von wohlhabenden Familien nach einem Todesfall verschenkt.
"Es sind drei Ringe, die auf unterschiedliche Art und Weise an eine geliebte Person erinnern wollen", betonte Horz. Trotz ihres Alters und sichtbarer Gebrauchsspuren waren die historischen Schmuckstücke bemerkenswert gut erhalten. Auch heute könnten die Ringe noch problemlos getragen werden, lautete das Fazit der Expertin.
Horst Lichter traut beim Wunschpreis den Ohren nicht: "Pro Ring?"
Diese Ringe seien Sammlerobjekte und laut Expertise "sehr gefragt und gut verkäuflich". Der Wunschpreis des Verkäufers fiel entsprechend hoch aus. Leon wünschte sich 1.500 Euro pro Ring. Lichter konnte seinen Ohren kaum trauen. "Pro Ring?", fragte der Moderator ungläubig nach. "Wieso nicht?", entgegnete Leon selbstbewusst.