Als Lanz ihn zur Bas-Nachfolge befragt, wird Sigmar Gabriel schmallippig: "Dazu kriegen Sie mich hier nicht"
Autor: Teleschau
, Mittwoch, 14. Oktober 2026
Bei "Markus Lanz" drängte der ZDF-Moderator nach dem Rückzug von Bärbel Bas auf Klartext zur offenen Führungsfrage in der SPD - doch Sigmar Gabriel winkte ab. Der Ex-Parteichef wollte sich weder auf Namen noch auf Favoriten festlegen.
Bei "Markus Lanz" äußerte sich Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel zum plötzlichen Rücktritt von Bärbel Bas. Er offenbarte: "Erst mal tat sie mir leid." Er ergänzte in Bezug auf das politische Klima zu Zeiten von Social Media: "Das, was da heute los ist, dass man das persönlich manchmal nur schwer ertragen kann, das kann ich schon nachvollziehen."
Der Ex-Vizekanzler forderte in dem Zusammenhang: "Beide Seiten in der Koalition müssen sich eigentlich fragen, ob das Bild, das sie in der Öffentlichkeit abgeben, irgendeine Chance hat, dass Menschen die noch verstehen oder ob das immer nur der AfD hilft. Und ich glaube, Letzteres ist der Fall." Sigmar Gabriel mahnte, dass die SPD "ein Interesse daran haben" müsse, "dass Merz Erfolg hat, weil nur dann wird sie selbst Erfolg haben".
Lanz reagierte nachdenklich: "Die ziehen sich gegenseitig in den Abgrund." Der SPD-Mann stimmte zu: "Das sehe ich auch so. Wir schaufeln die Gräber der Volksparteien, auf denen dann die AfD tanzen wird." Lanz nickte: "Das ist der Satz, der jetzt hängen bleibt."
Abschließend blickte der Moderator auch auf die mögliche Nachfolge von Bärbel Bas. Journalistin Eva Quadbeck brachte Manuela Schwesig ins Gespräch und sagte: "Das wäre dann in dem Fall in der Regierung für Herrn Merz Höchststrafe." Sigmar Gabriel fügte stichelnd hinzu: "Es wäre erst mal für Manuela Schwesig eine Höchststrafe." Ein Satz, der Lanz irritierte: "Die Partei zu führen (...) oder mit Friedrich Merz zu arbeiten?" Gabriel erklärte: "Dieser Spagat - Ministerpräsident in einem Bundesland zu sein und gleichzeitig in einer Regierungskoalition in Berlin eine tragende Rolle zu spielen. Ich weiß nicht, ob das schon mal einer geschafft hat."
Als es um mögliche Alternativen ging, hielt sich Sigmar Gabriel bedeckt: "Es wird schon jemanden geben, der das macht." Lanz ließ jedoch nicht locker und wollte wissen: "Wer fällt Ihnen da ein?" Der Ex-SPD-Chef wiegelte ab: "Ich führe hier bestimmt keine Debatte darüber, wer der nächste SPD-Vorsitzende werden soll!" Lanz bohrte dennoch weiter nach: "Haben Sie jemanden im Kopf?" Gabriel konterte schließlich: "Dazu kriegen Sie mich hier nicht! Das ist auch nicht mehr meine Angelegenheit, sich da einzumischen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst