Als Parteikollegin Sahra Wagenknecht kritisiert, stellt Lanz die entscheidende Frage: "Würden Sie rausgehen aus dem BSW?"
Autor: Natascha Wittmann
, Freitag, 28. August 2026
Bei "Markus Lanz" zog BSW-Politikerin Katja Wolf eine klare Grenze, als es um den Umgang mit der AfD ging. Der ZDF-Moderator lockte sie dabei aus der Reserve und wollte wissen, ob sie bei einem Überschreiten der Grenze ihre Partei verlassen würde.
Bei "Markus Lanz" distanzierte sich BSW-Politikerin Katja Wolf am Donnerstagabend offen von Parteigründerin Sarah Wagenknecht, die sich zuletzt für eine teilweise Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen hatte. Ein Fakt, der auch Lanz überraschte, denn: "Ich erinnere mich an so viele Gespräche hier mit Sahra Wagenknecht, die immer (...) sagte: Auf gar keinen Fall mit Rechten. (...) Jetzt passiert's offenbar doch." Katja Wolf zeigte sich ebenfalls enttäuscht: "Ich habe ihr das auch geglaubt." Dennoch äußerte Katja Wolf auch offen Kritik an dem Begriff der Brandmauer.
Sie sagte konkret: "Ich persönlich hadere ein bisschen auch mit dem Begriff Brandmauer, weil er eine Unschärfe in die Debatte bringt." Als Lanz nach den Gründen fragte, erklärte die BSW-Politikerin, es brauche ein Umdenken, "weil die Brandmauer benutzt wird in unterschiedlichen Zusammenhängen".
Dieses "Man redet nicht miteinander" sei laut Wolf "wirklich der falsche Weg". Die Finanzministerin Thüringens mahnte: "Das stört mich an diesem Begriff, weil alles, was ideologisch überlagert ist, am Ende eine Debatte irgendwie auch kaputt macht." In dem Zusammenhang zog Wolf jedoch eine klare Grenze: "Für mich ist die Grenze das direkte in die Macht Verhelfen der AfD. Das darf nicht passieren." Lanz hakte interessiert nach: "Wenn diese Grenze überschritten werden würde, würden Sie rausgehen aus dem BSW?" Die Antwort von Wolf blieb jedoch vage. Sie erklärte schwammig: "Ich halte es tatsächlich für undenkbar."
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Quelle: teleschau – der mediendienst