Druckartikel: Alexander Herrmann denkt bei "Promi Taste" über Kündigung nach

Alexander Herrmann denkt bei "Promi Taste" über Kündigung nach


Autor: Bettina Friemel

Deutschland, Freitag, 24. April 2026

Bei "Promi Taste" gerät Alexander Herrmann unter Druck. Nach schwachen Leistungen zweifelt der Coach öffentlich an sich - und bringt sogar eine Kündigung ins Spiel.
Alexander Herrmann muss sich selbst beweisen, dass er es als Coach noch draufhat.


Bisher läuft es für Alexander Herrmann und sein Promi‑Team bei "Promi Taste" auf Sat.1 alles andere als rund. Melody Haase, Jenny Elvers und Jan Hofer aus seinem Team konnten in den vergangenen Folgen nicht überzeugen. Mehrfach musste Herrmann Rückschläge hinnehmen, während andere Coaches punkteten. Die Stimmung im Team ist spürbar angespannt.

Für Alexander Herrmann selbst ist die Situation besonders unangenehm. Der dienstälteste "The Taste"-Coach steht nicht nur für kulinarische Qualität, sondern auch für Konstanz. In der Folge vom 22. April 2026 wird jedoch deutlich, wie sehr ihn die Ergebnisse belasten. Der Spitzenkoch geht ungewohnt hart mit sich ins Gericht und sagt offen: "Ich persönlich bin enttäuscht von mir." Für ihn steht fest: In dieser Woche muss sich etwas ändern.

Selbstkritik bei Herrmann: "Sonst muss ich die Kündigung schreiben"

"Das muss ich jetzt diese Woche reparieren. Oder ich muss die Kündigung schreiben", erklärt Alexander Herrmann ungewohnt drastisch. Die Aussage macht deutlich, wie sehr ihn die bisherigen Ergebnisse belasten. Für den erfahrenen Coach ist "Promi Taste" längst mehr als nur eine Fernsehsendung. Entsprechend hoch ist sein eigener Anspruch an sich und sein Team. Dabei war er zum Auftakt noch voller Euphorie über die Kochkunst von Melody Haase. Er lobte: "Das gab's hier noch nie!"

 

Für zusätzliche Spannung sorgt in der Folge vom 22. April Gastjurorin Viktoria Fuchs. Die Trägerin eines grünen Michelin‑Sterns bringt das Thema fürs Team‑Kochen mit: "Bäume", genauer gesagt, die Region drumherum. Kaum ist das Motto bekannt, bricht in den vier Teams Hektik aus. Ideen werden diskutiert, Konzepte verworfen, Abläufe neu sortiert.

"Sie bringt so viel positive Energie mit rein und ist auch eine toughe Frau, die Paroli bieten kann", schwärmt Melody Haase von der Gastjurorin. Nur bei Alexander Herrmann sinkt die Laune: "Viktoria ist meine Angstgegnerin. Schlimmer hätte es für mich mit der Vorgeschichte der letzten zwei Wochen eigentlich gar nicht starten können." Zum Motto "Eiche" muss Team Herrmann liefern. Der Coach teilt Melody Haase "Speck-Schweinchen" mit Blutwurst-Praline zu, das er auch zur Verkostung schickt.

Tim Raue bei "Promi Taste" unter Druck: "Alles, was ich bin, ist auf diesem Löffel"

Währenddessen geht Tim Raue ebenfalls ein Risiko ein. In seinem Team setzt der Zwei‑Sterne‑Koch auf eine Garnele im Tempura‑Teig mit Wasabi‑Mayonnaise. Gekocht werden soll das Gericht von Comedian Simon Pearce. "Es ist mutig, weil es so ein bisschen Tims Signature Dish ist."

Entsprechend hoch ist der Druck am Kochblock. Raue treibt den Comedian an: "Zackig! Zackig!" Pearce spürt den Druck noch mehr, als Raue ruft: "Wenn es rot wird, dann müssen wir beide ran, weil das ist mein Signature Gericht, was du gekocht hast."

Die Fallhöhe für den Zwei-Sterne-Koch ist hoch: "Alles, was ich bin, ist auf diesem Löffel." Außerdem fürchtet er um seinen Ruf: "Wenn wir heute mit dem Löffel, den wir zum Thema 'Bonsai' schicken, verlieren, dann heißt es: Raue kann nicht mehr Asiatisch kochen."

Zittern, Frust und Selbstzweifel bei den Promis

Auch in den anderen Teams liegen die Nerven blank. Jochen Schropp hat beim Ratatouille mit Dorade zum Motto "Pinie" im Team Frank Rosin eine große Herausforderung mit seinem "angeborenen Tremor, wo ich immer zittere, dass ich heute das Gemüse so fein wie möglich geschnitten bekomme".

Rosins raue Anweisungen setzen ihn obendrein unter Druck: "Ich weiß, er meint es gut. Nur die Art und Weise, wie er mir das sagt, fühlt sich immer so an, als wäre ich ein Volldepp." Dennoch fühle sich der Ton manchmal so an, als würde man ihn nicht ernst nehmen. Der Druck, vor laufender Kamera zu bestehen, verstärkt diese Wahrnehmung noch. Für den Moderator wird das Kochen zur emotionalen Herausforderung.

Im Team von Alex Kumptner ärgert sich Ben Blümel über seine eigene Leistung. Sein Löffel zum Motto "Palme" gelingt nicht wie geplant. „Ich bin nicht sauer auf den Alex“, sagt Blümel frustriert. „Ich will einfach besser werden und schaff es einfach nicht.“

"Der Fluch ist gebrochen!" - Herrmann atmet auf, andere zittern

Nach dem Team-Kochen sorgt Gastjurorin Viktoria Fuchs für einen entscheidenden Moment. Sie kürt Melody Haases Schwein mit Speck zum besten Löffel. Damit erhält Haase Immunität vor dem Rauswurf. Für Alexander Herrmann ist das nach den schwierigen vergangenen Folgen ein spürbarer Befreiungsschlag.

Der Coach reagiert entsprechend emotional auf die Entscheidung. "Der Fluch ist gebrochen!", ruft Herrmann und lässt seiner Erleichterung freien Lauf. Für ihn ist es der Beweis, dass er es als Coach doch noch draufhat. Nach viel Selbstkritik und Druck bedeutet diese Entscheidung einen wichtigen Wendepunkt.

Weniger Grund zur Freude hat dagegen Tim Raue. In seinem Team hat Simon Pearce den schwächsten Löffel zubereitet. Dennoch nimmt Raue seinen Schützling in Schutz. "Ich fand, dass Simon es nahezu identisch aus dem Restaurant nachgekocht hat", erklärt der Zwei‑Sterne‑Koch und stellt klar, dass der Fehler nicht allein beim Promi liege.

"Roter Stern schlägt goldenen Stern"

Im anschließenden Solo-Kochen stellt Viktoria Fuchs die Promis erneut vor eine Herausforderung. Die Aufgabe lautet, den vier Coaches "Frühling im Wald" auf den Löffeln zu präsentieren. Als Zutaten sind Walderdbeeren, Waldmeister und Morcheln vorgegeben. Kreativität und handwerkliche Präzision sind dabei gleichermaßen gefragt.

Mehrere Promis können die Jury überzeugen. Einen goldenen Stern vergeben die Profis an Kathrin Menzinger, Ben Blümel, Martina Voss‑Tecklenburg und Jan Hofer für ihre besonders gelungene Löffel. Jan Hofer erhält zunächst positives Feedback. Der ehemalige Nachrichtensprecher scheint sich damit in Sicherheit zu wiegen.

Doch Tim Raue stellt eine entscheidende Regel klar. "Roter Stern schlägt goldenen Stern", betont der Coach. Damit ist Hofers Auszeichnung plötzlich nichts mehr wert. Trotz seines Sterns muss Jan Hofer ins Entscheidungs‑Kochen. Gemeinsam mit Paul Schütz und Simon Pearce kämpft er um den Verbleib in der Show.

Einer muss gehen

Für das Entscheidungs‑Kochen nimmt sich Alexander Herrmann besonders viel Zeit für seinen Schützling. Zum Thema "Reh" arbeitet er ruhig und konzentriert mit Jan Hofer zusammen. "Das ist perfekt, dass Jan und ich ein bisschen Quality Time haben", sagt Herrmann. Die enge Zusammenarbeit sorgt für eine auffallend entspannte Atmosphäre.

Auch die anderen Promis nehmen diese Szene aufmerksam wahr.  Kathrin Menzinger findet: "Das ist so herzerwärmend, da zuzuschauen." Trotz der Ruhe bleibt die Spannung hoch. Schließlich entscheidet allein das Gericht über Verbleib oder Aus.

Am Ende überzeugt Paul Schütz mit einer klassischen Reh‑Variante. Viktoria Fuchs entscheidet sich für sein Gericht. Simon Pearce muss die Show mit seinem Tataki vom Rehrücken verlassen. Tim Raue verabschiedet sein Teammitglied mit anerkennenden Worten: "Er hat mit Genie und Wahnsinn geglänzt."

Quelle: teleschau - der mediendienst