Zwölfjährige verschwand mitten in Berlin: Die "Aktenzeichen XY"-Fälle vom 19.8.
Autor: Teleschau
, Montag, 17. August 2026
Ein ungelöster Vermissten-Fall, ein Sexualdelikt und zwei Mordfälle beschäftigen das Team in der neuen Sendung von "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Die Ermittler bitten wieder um sachdienliche Hinweise.
Was geschah mit der zwölfjährigen Sandra Wißmann? Seit fast 26 Jahren ist die Frage ungeklärt. Das Mädchen verschwand am 28. November 2000, nachdem sie im Kaufhaus am Berliner Hermannplatz ein Geschenk für ihre Mutter hatte kaufen wollen. Am Mittwoch, 19. August, 20.15 Uhr,wird der sogenannte "Cold Case" bei "Aktenzeichen XY ... ungelöst" im ZDF noch mal aufgerollt. Der von Rudi Cerne moderierte Fahndungsklassiker soll neue Hinweise zur Lösung beitragen.
Nach den Erkenntnissen der Ermittler verließ die Jugendliche am Nachmittag des 28. November 2000 ihr Zuhause in Berlin-Kreuzberg und machte sich auf den Weg in das Einkaufszentrum. Zwischen 16.30 und 17 Uhr wurde Sandra noch von Klassenkameradinnen auf dem Kottbusser Damm gesehen. Eigentlich hatte sie geplant, spätestens um 16 Uhr wieder zu Hause zu sein.
Doch die Zwölfjährige ging den Ermittlungen zufolge an ihrem Zuhause in der Böckhstraße vorbei und lief weiter in Richtung Planufer und Admiralbrücke. Danach verschwand sie spurlos. Wieso Sandra dorthin gelaufen ist, ist bis heute unklar.
Die Polizei erhofft sich außerdem Hinweise zu einem unbekannten Mann, der zur gleichen Zeit in der Nähe des Kottbusser Damms ein anderes Mädchen angesprochen haben soll. Unter dem Vorwand, Renovierungsarbeiten durchzuführen, bat er das Mädchen, eine Wasserwaage zu halten. Dieses ging darauf jedoch nicht ein. Ob der Unbekannte auch Kontakt zu Sandra gehabt haben könnte, ist nicht bekannt.
Mord am Silbersee stellt Ermittler vor ein Rätsel
Auch dieser Fall wird bei "Aktenzeichen XY" vorgestellt: Am 24. August 2025 machte ein Jogger am Silbersee bei Langenhagen einen Leichenfund. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich bei dem Opfer um Waldemar S. Dieser lebte mit seiner Frau in Langenhagen und traf sich am Vortag mit Freunden am Silbersee. Zu dem Treffen fuhr er mit seinem Fahrrad.
Die Gruppe traf sich an einer Parkbank, trank gemeinsam und hörte Musik. Nachdem seine Freunde nach Hause gegangen waren, blieb Waldemar S. alleine zurück. Was danach geschehen ist, ist bis heute nicht geklärt.
Die Polizei geht davon aus, dass sich die Tat zwischen 23 Uhr und Mitternacht ereignet haben muss. Der Verdacht liegt nah, dass Waldemar Opfer eines Angriffs wurde, denn sowohl an der Parkbank als auch an einer etwa 30 Meter entfernten Stelle im Gras, wurden Blutspuren sichergestetllt. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Opfer zu dieser Stelle getragen wurde, da zwischen den beiden Punkten keine Schleifspuren erkennbar waren. Ob es sich um einen einzelnen oder mehrere Täter handelte, ist nicht bekannt. Die Polizei hofft auf neue Hinweise zu Personen, die sich in der Nacht zum 24. August 2025 am Silbersee aufhielten oder die im späteren Verlauf mit blutverschmutzer Kleidung aufgefallen sind.