Emotionales Schmuckstück: Sterbebett-Bitte bei "Bares für Rares" rührt Horst Lichter
Autor: Natalie Cada
, Montag, 27. April 2026
Ein Collier aus den 1970er-Jahren sorgte bei "Bares für Rares" nicht nur wegen seines Werts für Aufsehen. Verkäuferin Julia erfüllte damit den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter - und rührte damit nicht nur Horst Lichter.
Mit einem begeisterten "Oh, welch ein Geschmeide" reagierte Horst Lichter in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) auf ein besonderes Collier, das einst als Wertanlage gekauft wurde. Doch die Geschichte dahinter war bewegender: Denn ursprünglich wollte die Mutter der Verkäuferin den Schmuck selbst ins Pulheimer Walzwerk bringen.
Ein Collier, das vor einigen Jahrzehnten ursprünglich als Wertanlage von ihrer Großmutter gekauft wurde, wollte Julia aus Bad Schönborn nun veräußern. Über die Jahre wanderte das Schmuckstück durch die Familie. "Meine Mutter meinte, ich könnte es tragen, aber für mich ist es einfach zu besonders", erzählte die Verkäuferin in Erinnerung.
Zudem hatte ihre Mutter einen Wunsch auf dem Sterbebett: "Sie hat mich gebeten, das Collier bei 'Bares für Rares' zu verkaufen", so Julia. Eigentlich wollte sie selbst in die Sendung kommen. Lichter reagierte sichtlich gerührt und sagte leise: "Sehr schade." Nachdem er nach oben blickte, meinte er: "Sie ist definitiv dabei, daran glaube ich fest."
"Das ist gut Geld"
Neben der emotionalen Geschichte überzeugte auch das Collier selbst. Wie Expertin Wendela Horz erklärte, handelte es sich um ein handgearbeitetes Stück aus 750er Gelbgold. Gefertigt wurde es von der renommierten Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod, die bereits 1929 ein eigenes Atelier in Heidelberg-Ziegelhausen eröffnet hatte.
Anhand typischer Merkmale datierte die Expertin das Unikat in die 1970er-Jahre. Trotz seiner starren Glieder entfaltete das Collier eine erstaunliche Dynamik und wirkte im Zusammenspiel mit den 28 Aquamarinen wie eine Verbindung von Gegensätzen - "Wasser und Metall". Für Horz war es "eine sehr interessante und vielfältige Arbeit".
Allerdings brauche es für einen erfolgreichen Verkauf "die richtige Frau mit entsprechender Statur und dem nötigen Kleingeld", betonte Expertin Horz. "Das ist nicht so leicht." Die Verkäuferin setzte ihre Preisvorstellung dennoch bei 4.000 bis 5.000 Euro an. Horst Lichter reagierte überrascht: "Das ist gut Geld."
Die Verkäuferin wollte den Erlös für "einen Familienurlaub in Gedenken an Mama" verwenden. Lichter zeigte sich erneut gerührt: "Das könnte eine wunderschöne Tour werden." Auch Expertin Horz hatte positive Nachrichten: Denn allein der Goldwert betrug schon rund 4.400 Euro, den Gesamtwert schätzte sie auf 4.600 bis 5.000 Euro.