90er-Jahre-Klassiker: Einer der besten Vampir-Filme aller Zeiten läuft im Free-TV
Autor: Teleschau
, Mittwoch, 28. Oktober 2026
Neil Jordans aufwendig inszeniertes Vampirepos "Interview mit einem Vampir" lässt die "Twillight"-Blutsauger wie zahme Milchgesichter erscheinen.
Dass Blutsauger mal zum Teenieschwarm taugen würden, hätte sich die Schriftstellerin Anne Rice wahrscheinlich nicht träumen lassen. Mit den freundlichen Untoten der Blockbuster-Kinoreihe "Twilight" oder der geistesverwandten Serie "Vampire Diaries" haben ihre eher klassisch-blutrünstigen Vampir-Geschichten nicht viel gemein. 1976 ließ ihr Roman "Interview mit einem Vampir" der Leserschar das Blut in den Adern gefrieren. Die populäre, nicht weniger schauerliche Verfilmung von 1994 holt Super RTL am Donnerstag, 29. Oktober, 20.15 Uhr, wieder einmal ins Programm.
Der Druck, der auf Regisseur Neil Jordan ("Die Fremde in dir") lastete, war hoch. Selten fieberten Presse und Öffentlichkeit einem Film mit solcher Neugier entgegen. Die Besetzungsliste brachte die Crème de la Crème der 90er-Jahre zusammen, und die Bestseller-Vorlage gehört zu den jüngeren Klassikern der Gruselliteratur. Die Schlagzeilen um den Drogentod von River Phoenix, der für eine Hauptrolle vorgesehen war, taten ein Übriges. Doch der Coup gelang: "Interview mit einem Vampir", ein imposant ausgestattetes Kostümepos, erhielt seinen Platz in der Filmgeschichte.
Aufwendig inszeniertes Grusel-Spektakel
Ehe man sich's versieht, morden Vampir Lestat (Tom Cruise) und sein frisch gebissener Kumpan Louis (Brad Pitt) munter drauf los. Gefragt sind: Ratten, gelegentlich ein Pudel, bevorzugt aber blaues Aristokratenblut. Kernstück der Geschichte sind dabei die Selbstzweifel von Louis in seinem neuen Dasein. Das alles spricht er am Ende des 20. Jahrhunderts, 200 Jahre nach seiner "Geburt", dem Journalisten Malloy (die Rolle von River Phoenix übernahm Christian Slater) ins Diktiergerät.
Louis berichtet vom Hass der Vampire untereinander, und von der Wut seines kleinen Vampir-Töchterchens Claudia (Kirsten Dunst) auf Lestat, der sie dazu verdammte, im ewigen Kindeskörper zur Frau zu werden. In wilden Zeitsprüngen, hier ein Jahrzehnt, dort drei, geht es in diesem aufwendig inszenierten Grusel-Spektakel nach Europa. Ein Biss auf Neuschwanstein, einer auf der Akropolis und schließlich in der Stadt des Ursprungs, Paris. Dort harrt der älteste aller Vampire, Armand (Antonio Banderas), aus - ebenso skrupellos wie Lestat, der unterdessen (vorläufig) von der nachtragenden Claudia gewaltsam beseitigt wurde.
Quelle: teleschau – der mediendienst