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"Wünschte, ich hätte es mehr genossen": Nick Jonas spricht über Mega-Erfolg als Teenager


Autor: Teleschau  

, Freitag, 19. Juni 2026

Schon als Teenager feierte Nick Jonas riesige Erfolge - genießen konnte er sie damals kaum. Im Gespräch mit der Agentur teleschau spricht der Musiker und Schauspieler offen über seine größte Angst, verpasste Momente und warum er heute vieles anders sieht.


Mit den Jonas Brothers wurde Nick Jonas schon als Teenager zum Weltstar. Millionen Fans, ausverkaufte Konzerte, Hit auf Hit. Doch während für viele alles nach einem Traumleben aussah, begleitete ihn hinter den Kulissen ein ganz anderes Gefühl. "Ich war wahrscheinlich viel zu sehr von der Vorstellung besessen, dass das alles eines Tages wieder verschwinden könnte", erzählt der 33-Jährige im Gespräch mit der Agentur teleschau. Der Erfolg fühlte sich für ihn nicht selbstverständlich an, sondern zerbrechlich. "Es war etwas Aufregendes, Neues und Wertvolles - aber auch etwas Fragiles."

Heute blickt Jonas mit etwas Abstand auf diese Phase zurück. Mehr als 20 Jahre steht er inzwischen auf der Bühne - und genau deshalb würde er seinem jüngeren Ich gerne etwas mit auf den Weg geben. "Ich wünschte, ich hätte die Dinge damals etwas mehr genossen", sagt er offen. Damals habe er nicht wissen können, dass seine Karriere zwei Jahrzehnte später noch immer erfolgreich sein würde. "Ich wusste nicht, dass ich 20 Jahre später noch hier sein würde und weiterhin neue Erfahrungen machen darf."

Nick Jonas spielt in "Power Ballad" Ex-Boyband-Star im Karriere-Tief

Ein Beispiel dafür ist seine neue Rolle in "Power Ballad" (Kinostart: 25. Juni). In dem Film spielt Jonas den ehemaligen Boyband-Star Danny, der dringend einen neuen Hit braucht, während Paul Rudd als Rick einen früher vielversprechenden Musiker verkörpert, der inzwischen als Hochzeitssänger in Irland arbeitet.

Als Rick Danny bei einer nächtlichen Jam-Session einen persönlichen, unveröffentlichten Song vorspielt, landet dieser später als internationaler Hit bei Danny. Was wie eine charmante Musikgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Ehrgeiz, Anerkennung und die Frage, wem kreative Ideen eigentlich gehören.

Für Jonas war genau diese Grauzone spannend. Danny sei für ihn kein klassischer Bösewicht, sondern ein Mensch, der unter Druck eine falsche Entscheidung trifft. "Wir müssen Danny nicht als bösen Schurken darstellen", sagt Jonas gegenüber teleschau. "Er könnte einfach ein Typ sein, der eine schlechte Entscheidung getroffen hat." Gerade das mache die Geschichte für ihn interessanter - und menschlicher.

"Was für ein Traum": Jonas schwärmt von Zusammenarbeit

Auch die Frage nach Erfolg und Relevanz kennt Jonas aus seinem eigenen Leben. In "Power Ballad" versucht Danny verzweifelt, noch einmal an frühere Größe anzuknüpfen. Jonas selbst kennt diese Unsicherheit aus jener Zeit, als die Jonas Brothers getrennte Wege gingen und er sich als Solo-Künstler neu finden musste. "Ich habe versucht, mich auf die wachsende Angst und die Schichten darunter zu konzentrieren", erklärt er. Darunter liege bei Danny vor allem der Wunsch, sich selbst zu beweisen.

Heute versucht Jonas, mit diesem Druck anders umzugehen. Statt sich ständig Sorgen über die Zukunft zu machen, wolle er besondere Erfahrungen bewusster wahrnehmen. "Ich durfte mit Paul Rudd und John Carney arbeiten - was für ein Traum", schwärmt er. Früher hätte ihn vielleicht schon das nächste Projekt beschäftigt. Heute sei ihm klarer, dass genau diese Momente zählen. "In diesem Augenblick zu leben und die Freude daran zu genießen, ist wahrscheinlich die bessere Nutzung meiner Zeit, als mich über Dinge zu stressen, die vielleicht nie passieren", sagt Jonas.

Auch kreativ hat sich sein Blick verändert. Musik und Schauspiel seien für ihn keine getrennten Welten, sondern zwei Seiten derselben Suche. Als Songwriter helfe ihm oft ein fast spielerischer Ansatz. Manchmal sei ein Song für ihn wie "ein mathematisches Problem", bei dem man so lange Puzzleteile verschiebe, bis alles Sinn ergebe. Ähnlich gehe er auch an Rollen heran.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum "Power Ballad" für Jonas so nah liegt. Der Film erzählt von einem Mann, der unbedingt beweisen will, dass er noch zählt. Nick Jonas aber scheint heute an einem anderen Punkt zu sein. Erfolg ist wichtig. Doch ihn wirklich zu erleben, vielleicht noch viel mehr.

Quelle: teleschau – der mediendienst