"Wirklich schlimm": ARD-Wetterfrau Claudia Kleinert fordert nach Hitzesommer neuen Umgang mit Klimawandel
Autor: Franziska Wenzlick
, Mittwoch, 02. Sept. 2026
Als Bewohnerin einer Dachgeschosswohnung litt Claudia Kleinert selbst enorm unter dem diesjährigen Hitzesommer. In einem Podcast plädierte die ARD-Wettersprecherin nun dafür, als Gesellschaft einen neuen Umgang mit den Folgen der Klimakrise zu finden.
In Bezug aug den Klimawandel "gibt es nichts zu diskutieren", stellt Moderatorin Claudia Kleinert im Podcast "Saunah dran" klar. Vielmehr gehe es um Fakten: "Das Klima ändert sich und es ändert sich so schnell, wie es kaum auch ein Wissenschaftler gedacht hatte. Und es ist für viele katastrophal, weil sie einfach nicht drauf eingestellt sind."
Es lasse die ARD-Wettersprecherin "wirklich verzweifeln", wenn die vergangenen Hitzemonate als "völlig normaler Sommer" abgetan würden. Wer "in einem Häuschen sitze mit Swimmingpool irgendwo draußen am Land", halte die hohen Temperaturen möglicherweise nicht für ein "drängendes Thema", weiß Kleinert. Dies gelte jedoch nicht für die Menschen in den Städten, "die ein Riesenproblem damit haben - mich eingeschlossen".
"Ich habe teilweise überlegt, dass ich jetzt ins Hotel gehe, weil es nicht mehr auszuhalten war"
So lebe die Moderatorin selbst in einer Dachgeschosswohnung in Frankfurt. "Weißt du, was ich für eine Hitze hatte?", fragt sie im Gespräch mit Podcast-Gastgeber Daniel Danger. "Ich habe teilweise überlegt, dass ich jetzt ins Hotel gehe, weil es nicht mehr auszuhalten war." So seien die Temperaturen innerhalb ihres Zuhauses "teilweise nicht unter 35 Grad" gefallen, wie Kleinert betont, "weder Tag noch Nacht". Sie resümiert: "Für die Leute ist es halt eine Katastrophe."
Die Klimakrise "sollte für viel mehr Menschen ein Thema sein", fordert die 56-Jährige. Man müsse nicht nur "verhindern, dass CO₂ die Klimakatastrophe noch weiter befeuert", sondern sich auch auf die Veränderungen "einstellen". "Da passiert nur langsam was", moniert Kleinert. "Ansonsten hätten wir jetzt nicht noch Schulen, die bei 32 Grad überlegen: Schicken wir die Schüler heim oder lassen sie hier?"
Der Appell des TV-Stars: "Wir müssen unsere Städte grüner machen! Wir müssen gucken, dass in Städten viel mehr Feuchtigkeit ist." Es gebe unzählige Möglichkeiten, sich den neuen Wetterbedingungen anzupassen, glaubt Kleinert. "Das Thema muss einfach viel mehr und breiter nach draußen gebracht werden, dass Leute endlich merken: Erstens, es ist wirklich schlimm. Zweitens, wahrscheinlich werden wir in 20, 30 Jahren sagen: 'Boah, erinnerst du dich noch an den coolen Sommer 2026? Da gab es auch einige Tage, wo es keine 30 Grad hatte.'"
Quelle: teleschau – der mediendienst